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 Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)

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BeitragThema: Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)   Di 28 Jul 2015 - 20:38

Ich streife durch das Camp, in dem die griechischen Halbgötter leben. Alles hier ist irgendwie befremdlich, ein bisschen gruselig, aber vorallem aufregend. Wenn bloß die ganzen Leute nicht wären. Neulinge werden schnell bemerkt und angesprochen. Aber mit einem netten Gespräch darf man bei mir nicht rechnen.
Ich versuche alles in mich aufzunehmen. Vergeblich. Es ist einfach zu viel. Wie kann man das bloß aushalten?
Der Zentaur Chiron hatte gesagt, ich müsse keine Angst haben. Aber das habe ich. Zu sehr erinnert mich das Camp an das Kinderheim, wo mein Leben sich verändert hat.
*Denk nicht dran!*, befehle ich mir. Doch wie soll das gehen, wenn seither das Leben dadurch beeinflusst wird?
In einer ruhigeren Ecke am Waldrand ziehe ich mich zurück und setze mich auf den Boden.
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BeitragThema: Re: Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)   Di 28 Jul 2015 - 20:44

Meine Finger gleiten über die Seiten und ich begleite mich selbst, während ich eine trübsinnige Melodie vor mich hin summe. Eigentlich will ich gerade nur meine Ruhe. Manchmal will ich nicht reden, oder Dinge tun müssen und manchmal will ich einfach nur, dass mein Vater in meinem Kopf schweigt.
Das wäre wirklich schön. Mit der Musik versuche ich ihn abzuschalten.
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BeitragThema: Re: Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)   Di 28 Jul 2015 - 21:27

Leise Musik lässt mich aufhorchen. Es kribbelt in meinen Beinen. Die Musik wäre perfekt zum Tanzen.
Aber ohne Philipp tanze ich nicht so gerne und schon gar nicht hier, wo alles fremd ist. Für eine Weile
lausche ich einfach den Tönen und der tiefen Stimme, die fast schon wehmütig ihre ganz eigene
Klangfarbe dazugibt. Ohne mich zu bewegen, höre ich zu.
Doch irgendwann kann ich nicht mehr anders.
Langsam stehe ich auf.
*Setz dich besser wieder hin. Das gibt doch nur Ärger mit irgendeinem Camer hier. Und du weißt, was passieren
kann*, warne ich mich selbst. Aber die Melodie zieht mich magisch an. Wie hypnotisiert nähere ich mich
der Quelle der Klänge und bleibe im Verborgenen stehen.
Ein junger Mann, der alleine da sitzt und diese Musik von sich gibt.
Er hat was Gefährliches an sich, Angsteinflößendes und irgendwie auch etwas Vertrautes.
Aber ich kann mich auch täuschen. Mittlerweile habe ich so viele Menschen getroffen, dass ich ihn auch
einfach verwechseln könnte.
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BeitragThema: Re: Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)   Mi 29 Jul 2015 - 18:17

Nicht mehr allein. Meine Alarmglocken schrillen und sofort höre ich auf zu summen und zu spielen. Ich lege sogar meine Hand über die Seiten, damit sie nicht nachklingen, wie das bei Akustikgitarren der Fall ist. Die Stille ist abrupt und ich sehe auf zu einem Mädchen. Sie steht still zwischen den Bäumen und hat mir offenbar nur zugehört.
Ich warte eigentlich nur darauf das sie den Mund aufmacht und anfängt zu plappern. Es gibt nur zwei Sorten Mädchen, habe ich das Gefühl. Die, die biestig Gift und Galle spucken und sich durch alles gleich angemacht fühlen und die, die permanent plappern und wie kleine Vögelchen um dich herum schwirren. Beide Sorten sind anstrengend, wenn auch durchaus liebenswert. Auch wenn ich beiden Varianten manchmal gerne ein Stück Panzerband über die hübschen Münder kleben würde.
Das Mädchen hat langes rötliches Haar und ein hübsches Gesicht. Aber irgendwie...
Sie scheint mir anders. Nicht so wie die anderen Mädels hier und außerdem klopft etwas in meinem Hinterkopf. Ich habe ein gutes Gedächtnis und vergesse selten etwas.
Ah, da ist es...
Sie geht tanzen. Oder ging. Da sah sie noch jünger aus. Ich aber auch.
Hängt damit zusammen, dass ich mich des Öfteren wegschleiche und unter anderem bin ich zu einem Tanzkurs gegangen, nur um nicht hier sein zu müssen und wahrscheinlich auch, um meinen Vater zu ärgern. Außerdem meinte meine Mum mal, dass es sich gehört, dass jeder Mann tanzen können sollte. Ich kann tanzen.
Langsam nicke ich ihr zu und schenke ihr ein eher seltenes Lächeln, welches ohne Hohn ist.
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BeitragThema: Re: Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)   Mi 29 Jul 2015 - 18:36

Als er abrupt aufhört zu spielen, würde ich am liebsten verschwinden, aber er hat mich schon bemerkt. Ein wenig schuldbewusst senke ich den Kopf, erhasche dabei aber einen Blick in seine Augen. Das Lächeln erreicht seine Augen nur leicht, aber es kommt mir schwer bekannt vor. Das kann kein Zufall sein. Wir sind uns schon mal begegnet.
Automatisch forme ich mit den Händen meine Frage.
Du spielst wunderschön. Wo hast du das gelernt?
Erst jetzt fällt mir ein, dass er vermutlich keine Gebärden versteht. Aber mit einigen funktionierte das ja trotzdem.
Eine kurze Erinnerung an einen Tanzkurs, bei dem ich ohne Philipp tanzen war, schleicht sich in meinen Kopf. Ein Junge, der etwas älter war als ich, hatte damals mit mir getanzt. Und er sah dem jungen Mann hier sehr ähnlich. Ob er das sein konnte?
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BeitragThema: Re: Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)   Mi 29 Jul 2015 - 18:45

Überrascht ziehe ich die Augenbrauen hoch. Sie ist stumm. Jedenfalls lassen ihre Gesten das vermuten. Damals war sie nicht stumm, oder?
Ich lasse die Gitarre von meinem Schoß gleiten und zucke die Schultern.
"Ich kenne nur die ganz einfachen Sachen. Sowas wie "ich liebe dich" und so.", erwidere ich und mache die Geste mit meinen Händen. Ich nehme an, dass sie hören kann, denn sonst wäre sie der Musik nicht bis zu mir gefolgt, als besteht keine Gefahr, dass sie mich falsch verstehen könnte.
Das wäre auch wirklich seltsam, wenn ein Kerl, den du von früher kennst plötzlich "ich liebe dich" zu dir sagt.
Mein Gedächtnis arbeitet und sucht nach ihrem Namen. Wie hieß sie bloß? Es war etwas weiches absolut Mädchenhaftes, was sich aber kurz abkürzen ließ.
"Sam..."
Ich sehe sie direkt an. Was ist passiert, dass sie jetzt hier ist und wieso ist sie stumm. Einfach nur ein Mensch dachte ich bisher jedenfalls. Wohl nicht. Erklärt nun auch, warum sie mich so irritiert.
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BeitragThema: Re: Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)   Mi 29 Jul 2015 - 19:11

Ich schlinge meine Arme um mich, als er diese wunderschönen Worte sagt, die ich niemandem glaube. Außer natürlich meinem Bruder. Aber eben anders.
Dass er sich an meinen Namen erinnert, überrascht mich ein wenig. Andererseits war ich damals ein fröhliches, auffälliges Mädchen. Das sollte man sich wohl gut merken können.
Aber wie hieß er? Irgendwas exotischeres, ungewöhliches.
Irgendetwas mit k oder c... Kyle? Nein... Kevin? Auch nicht. Ca.... Ca.... Caleb?
Ich schreibe meine Vermutung Buchstabe für Buchstabe in die Luft. Ob er das lesen kann? Die meisten Halbgötter kamen schließlich besser damit zurecht, wenn ich altgriechisch schrieb. Zumindest bisher.
Damals hatte ich schon den Eindruck, dass er anders war. Tja, jetzt bestätigt sich das wohl.
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BeitragThema: Re: Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)   Mi 29 Jul 2015 - 19:24

Jetzt sind die Erinnerungen deutlicher. Früher ein plapperndes fröhliches Vögelchen. Jetzt stumm und ... nicht mehr die selbe. Man, dass Leben scheint ihr ganz schön ins Gesicht geschlagen zu haben. Jedenfalls sieht sie traurig aus.
Ich neige nicht zum trösten, aber auch nicht dazu Leute zu quälen, denen es sowieso schon schlecht geht, außer, sie haben sich mit mir angelegt. Wohl ein weiterer Unterschied zu meinem Vater, den ich mir unbedingt bewahren will.
Sie schreibt vor sich in die Luft ein paar Buchstaben. Spiegelverkehrt für mich, aber ich kann ihr bei den paar noch folgen. Sind bloß fünf. Mein Name... sie erinnert sich auch.
Also nicke ich. "Ja Caleb."
Ich frage mich, ob sie da stehen bleiben will. Aber sie sieht auch nicht so aus, als wolle sie sich setzen sondern eher, als würde sie die Beine in die Hand nehmen und rennen, sollte ich aufstehen und zu plötzliche Bewegungen machen. Es ist fast, als hätte sie Angst. Aber nicht nur Angst vor mir, sondern generell.
Ich kenne den Unterschied, denn es gibt genug Leute die Angst vor mir haben und ich weiß wie das aussieht.
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BeitragThema: Re: Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)   Do 30 Jul 2015 - 7:22

Sein Blick durchleuchtet mich, scannt mich, schätzt much ein. Es ist unangenehm und macht mich nervös. Unsicher halte ich mich an einem Baum in meiner Nähr fest, jeden Moment bereit zur Flucht, obwohl Caleb sicher schneller ist als ich und stärker. Sehr viel stärker... Ich hätte keine Chance.
Unwillkürlich fange ich an zu zittern. Wäre nicht diese unfassbare Angst, hätte ich über meine Gedanken gelacht oder sie erst gar nicht gehabt. Aber sie sind da und quälen mich. Immer wieder.
Sogar wenn ich jemandem schon etwas vertraue.
Sie sind immer noch da.
sie sind immer da.
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BeitragThema: Re: Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)   Do 30 Jul 2015 - 9:06

Mist, offenbar bekommt Sam gerade eine Panikattacke. Ich habe nicht mal was gemacht, um diese auszulösen. Wobei doch, ich habe aufgehört, denn die Musik war es wohl die sie verleitet hat, herzukommen und nachzusehen, obwohl ich nicht beabsichtigt hatte, dass mich jemand hört.
Da gibt es dann wohl nur Augen zu und durch, denn ich glaube kaum, dass das verängstigte Mädchen positiv reagiert, wenn ich aufstehe und auf sie zukomme.
Also fange ich erneut an zu spielen, wobei die Melodie jetzt nicht mehr traurig klingt. Viel mehr... abwartend. Ja ich weiß, gestört, aber ich projiziere so einiges in meine Musik.
Nur unterhalte oder interagiere ich normalerweise nicht über meine Musik, weil die außer mir niemand zu hören bekommt, außer wenigen eingeweihten und dann auch nur jene, die selber Musik machen.
Plus meine Mum. Aber Mum bekommt sie nie live, immer nur per mp3. Was sie regelmäßig beklagt.
Abwartend und spielend sehe ich zu Sam hinüber.
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BeitragThema: Re: Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)   Do 30 Jul 2015 - 13:25

Musik. Meine panischen Gedanken halten inne.
Musik... Ich seufze und atme ein paar mal tief durch. Meine Hand hält sich immer noch am Baum und mein Blick klebt quasi an der Gitarre. Langsam, ganz langsam löse ich meine Hand und mahe einen zaghaften Schritt auf Caleb zu. Mehr nicht.
Er war doch nett gewesen damals. Oder? Hätte ich sonst mit ihm getanzt?
Wie alt waren wir damals? Vielleicht zehn? Elf? Oder ist es schon länger her? Im Takt der Musik atme ich ein und aus. Ruhe bewahren.
*Caleb tut mir nichts. Er tut mir nichts. Er tut nichts. Nichts!*, schreie ich mich in Gedanken fast an.
*Das hat du auch von Wayne gedacht...*, flüstert meine Angst zurück. Wayne, der Erzieher aus dem Kinderheim. Wayne...
Meine Knie knicken kurz ein, aber ich bleibe stehen. Mein Blick gleitet über Calebs Gesicht, sucht nach Anzeichen, dass er mir nicht wehtun wird, dass er auf Abstand bleibt.
Sein Gesichtsausdruck spricht dafür.
Zögerlich strecke ich die Hand aus, beuge mich vor und lege nur kurz die Hand an seine Brust, bevor ich wieder zurückzucke und mich erneut an den Baum klammere.
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BeitragThema: Re: Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)   Do 30 Jul 2015 - 20:51

Jetzt ist das Spielen fast ein Automatismus, was es bisher noch nie auf diese Weise war, aber meine Konzentration liegt auf Sam.
Normalerweise folgen meine Finger bei allen möglichen Liedern automatisch den richtigen Noten oder Akkorden, weil ich vieles einfach schon so oft gespielt habe, selbst bei meinen eigenen Sachen, dass es einfach drin ist. Es geht gar nicht anders, außer ich ändere es absichtlich ab.
Jetzt hingegen ist es, als liefe der Wagen noch, aber ich hätte in Leerlauf geschaltet mit meinem Spiel. Voraussetzung ist natürlich ein Auto mit Gangschaltung, um diese Mathaper nutzen zu können.
Über meine eigenen Gedanken muss ich kurz grinsen bevor ich mich wieder auf Sam konzentriere.
Was auch immer passiert sein mag hat ihr ein schweres Trauma verpasst, was auch erklärt, warum sie stumm ist. Manche werden einfach stumm. Das weiß ich.
Oder man macht sie stumm und lässt sie dann schreien. Besondere Art der Qual, hört sie doch niemand und sie müssen unbedingt gehört werden.
Vielleicht muss auch Sam gehört werden.
Also überlege ich... sie wird mir bestimmt nicht gleich was erzählen. Aber sie ist soweit aufgetaut, dass sie mich kurz angefasst hat.
Also singe ich. Nichts direkt mit Worten. Aber die Aufforderung durchaus mit einsteigen zu können. Es sind Töne und Laute. So etwas kann man auch, wenn man stumm ist.
Vielleicht hilft es ihr, vielleicht stillt es aber auch nur meine Neugierde, denn ganz uneigennützig bin ich eigentlich nie.
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BeitragThema: Re: Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)   Do 30 Jul 2015 - 21:01

Da ist sie wieder. Seine Stimme verschmilzt mit der Musik und gibt ihr einen besonderen Touch. Eine Klangfarbe, die ich mit einem schwarzen See verbinden würde. Tiefgründig und irgendwo gefährlich, wenn man nicht auf sich Acht gibt.
Es reizt mich. Wie gerne würde ich einsteigen, mit Caleb singen, aber meine Stimme ist noch gelähmt. Gelähmt vor Angst. Gelähmt wie ich es war, als Wayne...
*Hör auf!*, befehle ich mir und verdränge die Erinnerung an das, was damals geschah. Ich werde sowieso wieder davon träumen. Wie jede Nacht.
Erst langsam dringt mir ins Bewusstsein, dass ich summe. Ganz leise folge ich der Melodie, die Caleb vorgibt, bis mein Summen sich verändert und in eine Zweitstimme überwechselt. Ich löse den Blick von den schwingenden Saiten und sehe in Calebs Augen.
'Hoch den Kopf und Augenkontakt und Drehung, Drehung, weiter so', höre ich meine Tanzlehrerin in meinen Gedanken.
Mit etwas Abstand hocke ich mich vor den spielenden jungen Mann und halte dabei den Augenkontakt aufrecht.
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BeitragThema: Re: Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)   Fr 31 Jul 2015 - 6:37

°Geht doch!°, denke ich, während ich die Melodie fröhlicher werden lasse und daraus mehr einen Foxtrott mache, als eine traurige Rumba. Sam hatte damals schon Taktgefühl. Außer der Ansage meiner Mum war es für einen so jungen Teenie wie mich seltsam Tanz zu lernen. Jedenfalls auf diese Art. Ohne von seiner Freundin dazu genötigt zu werden oder tatsächlich Ambitionen in diesem Bereich zu haben, kannte ich sonst keinen anderen Jungen in meinem Alter dort.
Aber das lachende rothaarige Mädchen hat sich nicht an meiner düsteren Ausstrahlung gestört und einfach mit mir getanzt, weil ich da war und weil ich gerne wollte.
Mit Rhythmus und Lebensfreude hat sie sich mit mir bewegt. Und auch sie hatte Musik im Blut.
Die hat sie immer noch, auch wenn von der Lebensfreude oder dem Lachen nichts mehr übrig zu sein scheint.
Ich werde böse und würde demjenigen gerne weh tun, der ihr das angetan hat.
So kann ich aber nicht mehr tun, als ihr in die Augen zu sehen und weiter zu spielen. Sie würde mir wohl nicht antworten, wenn ich sie frage, was geschehen ist, oder wer es war. Aber vielleicht gibt sie mir auf irgendeine Art eine Antwort, was sie ausgerechnet hier macht... denn ich bin mir sicher, eine Halbgöttin ist sie nicht.
Also singe ich nun meine Frage in unser Lied hinein.
"Sam aus der Vergangenheit, was treibt dich her? Sam aus der Gegenwart, was machst du hier?" nicht gereimt und lyrisch sicherlich eher schlecht, aber doch so aussagekräftig, dass sie in der Lage sein müsste eine Antwort zu formulieren.
Ich lächele sie an, während sie vor mir hockt, was verdammt unbequem aussieht.
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BeitragThema: Re: Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)   Fr 31 Jul 2015 - 6:59

Sein Blick verändert sich ganz kurz, als würde er wütend sein, dann verschwindet der Hauch von Dunkelheit aus seinem Gesicht. Zurückbleibt diese Frage, die auch Will für eine Zeit in den Augen trug.
Aber als er dann Worte einfließen lässt, haben sie nichts mit der Vergangenheit zu tun. Es ist wahrscheinlich auch besser so.
*Ja, was mache ich eigentlich hier?*, frage ich mich selbst, obwohl die Antwort ja ganz einfach ist. Ich nähere mich Caleb und schreibe ihm mit dem Finger in Altgriechisch die Worte 'Orakel von Delphi' auf die Brust. Das ist im Geunde die Erklärung für alles.
Dann nehme ich wieder Abstand, aber weniger als vorher. Caleb strahlt irgendwo Ruhe aus, was ich seltsam finde, wo doch die meisten hier ziemlich aufgedreht und unruhig sind.
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BeitragThema: Re: Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)   Fr 31 Jul 2015 - 7:17

"Hmm, damit bist du ganz schön angeschissen Sam der Jetztzeit.", singe ich. Ein Orakel zu sein ist beschissen. Aus meiner Sicht. Du hast allen zur Verfügung zu stehen und im Endeffekt machen sie dich für das, was du ihnen sagen musst auch noch verantwortlich, obwohl du dir nicht einmal aussuchen kannst, ob du etwas sagen möchtest oder nicht. Du wirst von Göttern und Fragestellern missbraucht und benutzt. Man nimmt dir einen Teil von dir weg und macht dich zum Sprachrohr.
Ich glaube aber nicht, dass sie deshalb so ein Häufchen Elend ist. Irgendwas anderes macht sie fertig, denn in ihrer Mitteilung, die sie mir auf die Brust geschrieben hat, hat wenig Wertung gesteckt. Bloß eine Mitteilung.
Also hat sie nicht einmal ihr Status als Orakel vor Unheil geschützt. Das Leben ist scheiße und das Schicksal schlägt einem ins Gesicht. Ja das kenne ich schon, dass ist im Grunde die Essenz unser Welt, denn jeder der ein bisschen in der Geschichte forscht um etwas über die Götter zu erfahren, wird finden, dass sie Unheil und Drama über sich und die Menschen bringen. nur, dass sie ewig leben und es sie deshalb nicht wirklich stark kümmert. Menschen hingegen sind heftig von diesen Dingen betroffen. Oder eben Halbgötter.
Tartaros lacht hämisch in meinem Kopf und schweigt dann endlich still.
Offenbar hat er jetzt mal etwas anderes zu tun. Zu meinem Glück.
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BeitragThema: Re: Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)   Fr 31 Jul 2015 - 7:29

Ich lächele etwas, aber es erreicht nicht mein ganzes Gesicht, dabei hebe ich die Schultern. Ich hab mir das nicht ausgesucht, es ist einfach passiert. Es war schon immer so.
Mein Blick hält den Caleb fest und ich lehne mich ihm entgegen, um ihm ein Fragezeichen auf die Brust zu malen. Welcher Gott hat ihn hierher verschlagen?
Diese Frage ist im Grunde die einzige, die ich allen stelle. Riley, der mich damals vor diesem Monster gerettet hat, Cloë, die mit mir vor der Sirene floh, allen, die sich für einen Moment zu mir gesellen. Mehr aber auch nicht. Meistens zumindet.
Und Liam. Liam, der einfach nur ein Tollpatsch war, aber auch diese merkwürdige göttliche Aura hatte.
MeinBlick tastete Calebs Augen ab, die so vertraut sind. Das hilft. Er weiß es nicht, aber es hilft mir sehr.
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BeitragThema: Re: Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)   Fr 31 Jul 2015 - 14:01

Ok...? Das heißt wohl, dass sie sich mit dem Schicksal ein Orakel zu sein arrangiert hat, oder abgefunden.
Aber was will sie mich fragen? Ich spiele weiter lege aber den Kopf schief und ziehe eine Augenbraue hoch.
"Ich bin nicht so der Typ fürs Raten Sam. War ich noch nie. Mir sind klare Ansagen oder Fragen lieber. Hast du nicht wie jeder hier trotzdem irgendwo ein Handy? Wenn dus nicht aussprechen willst schreibs auf, denn ich hab keinen Schimmer, was du mich fragen willst."
Ich lächele sie an, damit sie nicht denkt, meine Worte seien ein Angriff, weil sie stumm ist. Mir ist egal, dass sie stumm ist, ich spiele nur wirklich nicht gerne Rate-Spiele. Geheimnisse und ähnliches können immer gegen einen verwendet werden und Dinge zu erraten führt dazu Geheimnisse lüften zu wollen. Jeder kann seine Geheimnisse behalten. Ich will meine auch behalten und habe kein Interesse daran mit ihnen gequält zu werden. Auch etwas, was "Vater" mir mitgegeben hat.
Vielleicht sollte ich versuchen Sams größten Wunsch zu sehen und damit ihre größte Angst zu erfahren.
Ich habe ziemlich "beschissene" Talente. Ich kann Leute in den Schlaf singen und sie mit meiner Stimme in den Bann schlagen, nur bekommen sie davon Albträume, wenn ich es darauf anlege. Oder ich lasse alles und jeden giftig werden. Oder aber ich sehe tatsächlich das am meisten Gewünschte und gleichzeitig die Möglichkeit es in den schlimmsten Albtraum zu verkehren.
Krankes Erbgut. Mein Vater ist nicht nett, nein, eher der tiefste Teil des Hades, an dem selbst der Gott Hades nicht gerne ist. Tartarus ist ein scheußlicher Ort und Tartaros, die Person, die Gottheit, ist ein grässlicher Typ mit grässlichen Hobbies.
Ich bin ganz Papas Junge. Jedenfalls was mein Können angeht. Nur habe ich es für gewöhnlich nicht darauf abgesehen. Außer man geht mir auf die Nerven und ich habe Grund jemanden zu quälen. Ansonsten... nach mir? Die Sintflut. Alle anderen können zusehen wo sie bleiben.
Meist ist es besser, wenn niemand dir genug bedeutet, dass er nicht gegen dich einsetzbar ist.
Ich überlege, während ich spiele. Ihr Wunsch könnte mir verraten, warum sie nicht spricht. Oder aber gar nichts darüber aussagen. Egal, vielleicht hebe ich mir das für Später auf.
Was will sie denn nun konkret von mir wissen?
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BeitragThema: Re: Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)   Fr 31 Jul 2015 - 17:54

Ich zaubere mein Handy aus der Jeanstasche und öffne das Notizprogramm. Bei Therapiestunden mit Elena brauchte ich es oft. Manchmal war es nun mal der einzge Weg, mich mitzuteilen.
'Wer ist dein Elternteil?', tippe ich rasch und drehe ihm das Handy so hin, dass er lesen kann.
So hatte ich das auch bei Elena gemacht. Und mit der Zeit ging das wirklich schnell. Ich vermisse meine Therapeutin irgendwie. Seit ich Riley begegnet war, war sie verschwunden. Ich mache mir zwar keine Sorgen um sie, denn sie war sehr wehrhaft und robust, aber ich vermisse sie.
Mein Blick folgt seinen Fingern auf dem Hals der Gitarre und ich versuche mir ein paar Griffe einzuprägen. Es sieht nicht mal kompliziert aus. Aber das ist sicher wie mit dem Tanzen. Es soll immer leichter aussehen, als es tatsächlich ist. Darin liegt die größte Kunst.
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BeitragThema: Re: Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)   Fr 31 Jul 2015 - 23:08

Ich grinse bei ihrer Frage und fange an "Hey there Delilah" von den Plain White T's zu spielen. Dann begleite ich mich singend selbst und grinse Sam an. Sie hat ja nicht nach einem bestimmten Elternteil gefragt, obwohl mir klar ist, dass sie mein göttliches meint. Aber ein bisschen Spaß muss sein.
Dann zucke ich sanft die Schultern, während meine Hände nun gebrochene Akkorde spielen und ich den Kopf schief lege. Der Wind fährt durch die Bäume und das Blattwerk raschelt, es passt zu dem Lied und der Wind spielt mit Sams Haaren und fährt durch meine, die momentan blau gefärbt sind.
Vielleicht nehme ich als nächstes Rot.
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BeitragThema: Re: Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)   Fr 31 Jul 2015 - 23:22

Seltsame Antwort. Irgendwie verstehe ich sie nicht. Ich blinzele verständnislos, als der Wind mir das Haar ins Gesicht weht. Ob Zeus oder Jupiter oder einer der Windgottheiten dahintersteckt? Ist man jemals ohne die Götter?
Ein gruseliger Gedanke, dass die Götter im Grunde überall sind und uns ständig beobachten können. Aber mein Gefühl sagt mir, dass sie es nicht tun. Zumindest nicht jetzt.
'Wie meinst du das?', tippe ich und setze ich etwas bequemer hin. Sonst beschwere ich mich den ganzen Tag noch über einen schmerzenden Hintern oder sowas. Naja... natürlich nur in Gedanken. Was manchmal noch nerviger ist.
Ich strecke die Hand aus und lege sie auf die schwingenden Saiten der Gitarre.
Der Wind hält die Stille fern. Vögel zwitschern. Im Grunde ein perfekter Tag. Die Sonne verfängt sich im Blauton von Calebs Haaren. Blau wie das Meer.
Leise summe ich ein anderes Lied.

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BeitragThema: Re: Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)   Fr 31 Jul 2015 - 23:33

Sam stoppt das Spiel meiner Gitarre und ich lasse die Hände sinken. Sie summt und die Melodie ist tragend und fein. Ich zucke erneut die Schultern und grinse.
"Meine Mutter heißt Delaila. Deshalb das Lied."
Immer noch nicht das, was sie eigentlich wissen wollte. Aber warum nicht etwas spielerisches in die Unterhaltung bringen, obwohl ich normalerweise nicht der Typ für die sanfte Weise bin. Aber Sam macht den Eindruck als könne sie es gebrauchen, um aufzutauen.
Vielleicht traut sie sich sogar, sich irgendwann normal neben mich zu setzen, dann würde sie auch nicht mehr aussehen, als müsste ich ihr bloß einen kleinen Anstoß geben, damit sie auf ihren Hintern plumst.
Der Impuls ist da und ich bekämpfe ihn tapfer, obwohl meine foppende Art versucht mich dazu zu überreden. Bei jedem Anderen hätte ich vermutlich schon längst die Gelegenheit ergriffen. Aber das so veränderte Mädchen vor mir würde dann wahrscheinlich nie mehr mit mir sprechen. Egal auf welche Weise, denn wirklich sprechen tut sie ja sowieso nicht.
Meine Neugierde hält mich ab, außerdem sollte man sich ein Orakel auch nicht zum Feind machen, oder sie vorschnell vergraulen.
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BeitragThema: Re: Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)   Fr 31 Jul 2015 - 23:59

Er lässt die Gitarre sinken und ich ziehe meine Hand kurz wieder zurück, bevor ich auf seine Brust einen lächelnden Smiley male. Irgendwie habe ich Caleb herausfordernder, fast schon angriffslustig in Erinnerung, aber er ist geduldig mit mir, als würde er spüren, dass mit mir was nicht stimmt, dass mit mir nichts wirklich stimmt.
Langsam nehme ich die Hand wieder zurück und schlinge meine Arme um mich, als wollte ich mich selbst umarmen. Sieht nicht bequem aus, ist aber angenehm. Dann fühle ich mich nicht mehr so ungeschützt. Wenn man so will, ist es mein Panzer.
Mein Handy verschwindet fürs Erste in meiner Jackentasche. Obwohl es recht warm ist, trage ich lange Klamotten.
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BeitragThema: Re: Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)   Sa 1 Aug 2015 - 0:10

Ich seufze, als sich Sam völlig wieder ins sich selbst zurück zu ziehen scheint. Ihre Körperhaltung wird verschlossen und sie umarmt sich selbst.
Ich bin normalerweise knallhart und direkt und durchaus auch gemein. Nur jemanden der am Boden liegt und mir nichts getan hat und von dem ich mir nicht vorstellen kann, dass er verdient hatte, was auch immer ihm widerfahren ist, noch zu treten liegt mir nicht.
Also hole ich Luft und schlage vor:" Sam, warst du vielleicht mal bei einem Therapeuten? Ohne dir nahe treten zu wollen, du siehst nicht aus, als ginge es dir besonders gut."
Damit meine ich nicht ihre Körperliche Verfassung. Sie hat eine andere Art von Schmerzen. Hätte ich sie nicht vor Jahren anders erlebt und würde sie noch anders in Erinnerung haben wäre mir wahrscheinlich ziemlich egal, was mit ihr ist. Ich weiß, dass klingt teilnahmslos und nach Arschloch, doch zu heucheln liegt mir auch nicht.
Wahrscheinlich hätte ich mit einem fremden Mädchen, welches sich benimmt wie Sam überhaupt nichts zu tun, weil ich nicht den kleinsten Bezug zu ihr hätte und nicht von einem Helfersyndrom oder der Nettigkeit in Person betroffen bin.
Ich kümmere mich nicht viel um andere, wenn diese mir nicht nahe stehen. Sam steht mir nicht nahe, aber ich erinnere mich an das Mädchen, was lachend mit mir im Tanzunterricht herum gewirbelt ist, ganz egal, welche Musik gespielt wurde, bis man uns anweisen musste wieder zu den eigentlichen Tanzschrittfolgen zurück zu kehren.
"Ich würde dir ja anbieten dich zu halten, aber das scheint dir nicht zu behagen."
Ich habe mal gelesen, dass Menschen mit Traumata durchaus Druck um sich herum ertragen können. Oder viel mehr, dass es ihnen hilft. Aus dem Grund umarmen sie sich wohl manchmal auch selbst.
Bei Opfern meines Vaters, der ihnen die Traumata absichtlich zufügt habe ich das auch schon gesehen. Manche werden absichtlich daran gehindert und mit gespreizten Gliedern festgekettet. Sie gehen schneller geistig zu Grunde, als die anderen, auch wenn es bei denen nicht viel länger dauert.

Sam schient die Frage nach meinem göttlichen Elternteil vergessen zu haben, oder es beschäftigen sie einfach ganz andere Dinge, denn es ist, als wäre sie zurück in ein düsteres Loch gefallen. Keine ahnung wo her der Impuls kommt, sie hoch und dort raus ziehen zu wollen.
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BeitragThema: Re: Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)   Sa 1 Aug 2015 - 0:22

Ich nicke einmal. Elenas aufmunterndes Lächeln, ihre sanfte aber keineswegs mitleidsvolle Stimme klingt mir in den Ohren. Außer ihr habe ich noch niemandem alles erzählt. Absolut niemandem. Noch nicht mal Will weiß von den Dingen, die Wayne getan hatte. Das könnte er nicht ertragen.
Ich seufze leise. Es gibt nicht viele Leute, die mir zuhören würden und den wenigen kann ich einfach nichts sagen. Noch nicht. Vielleicht habe ich Angst davor, dass sie es nicht verstehen, wie ich mich fühle. Vielleicht fürchte ich auch das Mitleid. Womöglich auch von beidem etwas. Aber vor allem habe ich Angst davor, dass sie denken, dass ich nur Aufmerksamkeit suche. Dass ich beachtet werden will. Denn das will ich nicht.
Beim Tanzen ist das was anderes. Da gehe ich auf, löse mich von meinen Gedanken und bin frei. Zumindest für die Dauer des Tanzes. Da kann man mir Beachtung schenken. Da darf man mich ansehen und sich vielleicht auch darüber freuen, was ich tue.
Alte Menschen zeigen diese Freude immer am schönsten. Sie spielen ihre Freude nicht. Sie sind ehrlich.
Da bin ich wieder die frühere Samantha. Samantha, der Star. Das hatte Dad immer gesagt. In seiner Welt waren Will und ich die Hauptfiguren.

Ich löse ein bisschen widerwillig einen Arm von mir und streiche über die Gitarre, die zwischen uns liegt. Sie fühlt sich glatt an und sauber. Ganz anders als ich mich selbst sehe.
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