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 Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)

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BeitragThema: Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)   Di 28 Jul 2015 - 20:38

das Eingangsposting lautete :

Ich streife durch das Camp, in dem die griechischen Halbgötter leben. Alles hier ist irgendwie befremdlich, ein bisschen gruselig, aber vorallem aufregend. Wenn bloß die ganzen Leute nicht wären. Neulinge werden schnell bemerkt und angesprochen. Aber mit einem netten Gespräch darf man bei mir nicht rechnen.
Ich versuche alles in mich aufzunehmen. Vergeblich. Es ist einfach zu viel. Wie kann man das bloß aushalten?
Der Zentaur Chiron hatte gesagt, ich müsse keine Angst haben. Aber das habe ich. Zu sehr erinnert mich das Camp an das Kinderheim, wo mein Leben sich verändert hat.
*Denk nicht dran!*, befehle ich mir. Doch wie soll das gehen, wenn seither das Leben dadurch beeinflusst wird?
In einer ruhigeren Ecke am Waldrand ziehe ich mich zurück und setze mich auf den Boden.
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BeitragThema: Re: Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)   So 2 Aug 2015 - 2:17

Ich hebe die Schultern zur Antwort. Es stört mich nicht, von den Nymphen zum Haus zu laufen. Ich mache es gerne. Und die Aphrodite-Töchter kann ich nicht einschätzen. Vor denen fliehe ich meistens. Ich habe vermutlich irgendeinen Segen von Aphrodite. Viele fummeln gerne an meinen Haaren herum und das finde ich schon bei Philipp oder Will ein bisschen unangenehm. Und die Aphrodite-Söhne? Bei allen Göttern! Von denen kommt auch keiner zwanzig Meter an mich heran. Ihre penetranten Blicke... widerlich. Und es weckt Erinnerungen.
'Normalität... Das kann man nicht wirklich behaupten.'
Bei meinem Bruder und mir gibt es kein "normal". Bei uns gibt es nur "in Ordnung" und "nicht in Ordnung". Unser Alltag ist ein ständiger Kampf. Und das liegt vorallem an der Tatsache, dass er nicht sprechen kann und ich es nicht tue. Selbst wenn wir wollten. Es geht nun mal nicht so einfach.
'Aber es ist definitiv vertrauter als das alles hier', füge ich an. 'Und Vertrautheit gibt Sicherheit.'
Irgendwie teile ich damit mit, dass ich mich unsicher fühle, aber das sollte keine Überraschung sein. Caleb hat das eh schon gemerkt.
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BeitragThema: Re: Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)   So 2 Aug 2015 - 2:24

Ich seufze, sage aber nichts zu ihrem Geschriebenem.
Natürlich hat sie Stress zu Hause. Welcher Art der ist, weiß ich nicht und ich werde sie auch nicht fragen. Aber ich glaube nicht, dass es diese Art des Stresses war, der aus ihr das gemacht hat, was sie jetzt ist. Da ist noch mehr.
Sam ist rund um angeschmiert worden vom Schicksal. Ich sag es ja, die Moiren sind miese Biester. Richtig ätzende Schl***. Ändern kann man aber nur, was in seiner eigenen Zukunft noch passieren wird. Denn wer nichts tut, der nimmt das Schicksal einfach so hin.
Das ist die Entscheidungsfreiheit, die uns bleibt, unser freier Wille.
"Behalt die Füße auf dem Boden Sammy und sieh zu, das du stehen bleibst. Mehr kann ich dir hier nicht raten."
Schon wieder Zynismus, aber wie sollte es anders sein? Ich stupse sie mit der Schulter an und blinzele dann ins Sonnenlicht. Ich weiß nicht genau, wie spät es ist, aber wir sitzen hier schon eine Weile.
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BeitragThema: Re: Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)   So 2 Aug 2015 - 2:42

Automatisch ziehe ich eine Schnute. Sammy darf nur mein Bruder zu mir sagen. Ich höre das nicht gerne von anderen. Die Abkürzung Sam überlebe ich gerade noch. Aber Sammy darf nur mein Bruder mich nennen. Das ist auch quasi das einzige, was er wirklich sagen kann. Ansonsten gibt er nur merkwürdige Laute von sich, die man nicht versteht, außer man kennt ihn schon ewig. Und das ist bei Geschwistern irgendwie gegeben
'Ich versuche es', schreibe ich und lehne meinen Kopf gegen ihn. Solange er sich nicht bewegt, ist das nicht einmal besonders gruselig oder so. Es ist sogar irgendwie beruhigend. Wie auch immrr Caleb das macht, ich hoffe, dass er das beibehält.
Meine Gedanken wandern zu meinen anderen Halbgott-Begegnungen, bis ich bei Riley hängen bleibe. Die erste Begegnung mit einem Halbgott. Zumindest dachte ich es mir von Anfang an. Ich drehe die Erinnerung weiter zurück. Caleb.
Wie er da stand im Tanzkurs und die anderen Mädchen kichernd um ihn herumschwirrten. Aber keine hatte sich an ihn herangetraut. Nicht so richtig. Es passte einfach nicht. Letztendlich war ich irgendwie bei ihm gelandet. Und es war gut so.
Noch weiter zurück. Philipp.
Ein schüchterner dunkler Lockenkopf mit großen braunen Augen. Ich hatte ihn an der Hand genommen, Als wir uns begegnet waren und damit war der Grundstein gelegt.
Philipp ist immer noch da. Aber er ist nicht mehr schüchtern.
'Schade, dass wir uns aus den Augen verloren haben', gebe ich zu und schließe die Augen. 'Irgendwie. Ich hätte gerne noch mehr mit dir getanzt.'
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BeitragThema: Re: Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)   So 2 Aug 2015 - 2:51

"Ja, schade." erwidere ich leise und meine es tatsächlich so. Sam hat zwar geplappert, als ich sie früher kannte, aber sie war ehrgeizig und auch voller Leben. Bereits jemand, der wusste, was er wollte und wer er war. Ohne von allen anderen und von seiner Umwelt oder seinen Genen beeinflusst zu werden. Jedenfalls nicht mehr als normal üblich.
"Du hättest mich aber wahrscheinlich schwerlich zu weiteren Tanzwettbewerben bekommen.", nicke ich ihr zu, während sie an mir lehnt. Einem normalen Mädchen, welches ich leiden kann, würde ich jetzt den Arm um die Schultern legen. Sam ist nicht normal und ihre Angst und ihre Schrecken scheinen auch von Berührungen anderer herzukommen. Es ist ok, wenn sie mich anfasst, aber das ist direkt ihre Entscheidung, andersherum scheint es mir so, als würde sie sich im nächsten Moment sonst wieder starr vor und zurück wiegen, sich selbst umklammert haltend. Sie ist ziemlich kaputt.
Ich wohl aber auch, nur eben anders. Oder schon immer gewesen. Denn auch wegen meiner Talente und Gene hätte ich wohl nicht weiter mit ihr tanzen können. Sie können alle schlecht vorraussagen, was mit uns in unserer Pubertät sonst noch geschehen könnte. Keine gute Idee damit dann unwissende Menschen zu gefährden.
Vorsichtig nehme ich Circe von ihrem Schoß, damit das Instrument nicht zu Boden rutscht und Sam normaler sitzen kann.
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BeitragThema: Re: Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)   So 2 Aug 2015 - 10:38

'Das wäre nicht wichtig gewesen... Aber vielleicht...'
Es ist eine dumme Hoffnung. Sie nützt mir nichts. Sie macht alles nur schlimmer. Manchmal tut Hoffnung einfach nur weh.
Vielleicht hätte ich dann im Kinderheim Paul die Stirn bieten können. Vielleicht hätte ich irgendwo die Hilfe der Götter bekommen. Aber nein, vermutlich nicht. Das Leben ist unfair, bleibt unfair und nichts kann daran rütteln. Ich kann nur hoffen, dass die Jungs im Heim und Wayne es irgendwann bereuen, was sie getan haben. Ich kann nur hoffen, dass sie es niemals vergessen und daran immerzu denken müssen und ihnen irgendwann klar wird, dass es falsch war.
Caleb verhält sich ganz ruhig, so als könnte er spüren, was in mir vorgeht. Ich bilde es mir möglicherweise nur ein, aber die Demigötter scheinen da ein feineres Näschen für zu haben.
*Aber es wird immer in dir sein. Für immer. Die Erinnerungen wirst du nicht los. Niemals. Egal, was sie tun. Du kannst dich nur damit arrangieren*, flüstert meine Angst.
Sich damit arrangieren klingt erwachsen und vernünftig, aber viel zu allgemein und unpassend. Man kann sich nicht arrangieren. Nicht mit sowas. Man kann nur abwarten, ob man jemanden durch die ganze Panzerung zu einem durchlassen will. Sodass er alles sieht, versteht, was einen verändert hat und einem die Hand hinhält, um mit einem zu kämpfen. Aber das sind Traumvorstellungen. Niemand will sich das antun. Niemand will den aussichtslosen Kampf mit der Erinnerung führen. Und ich möchte es auch niemandem auferlegen. Mich zu lieben ist schwer, zu mir durchzudringen ist unmöglich. Egal wie sehr ich es auch möchte, die Angst steht vor mir und drängt mich zurück ins Dunkel. Sie treibt mich zur Flucht, sobald jemand Anzeichen zeigt, dass er mich mag.
Man kann mich nicht mögen, geschweige denn lieben. Ich bin nicht mehr unschuldig. Ich habe doch Schuld daran, dass man mich so benutzen konnte. Ich habe es provoziert. Und wer will schon ein kaputtes, benutztes Taschentuch aufheben?
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BeitragThema: Re: Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)   So 2 Aug 2015 - 14:09

Sie erzählt nichts, aber ihr Blick beginnt ins Leere zu driften.
"Meinst du, es hätte etwas geändert? Wenn ich weiter mit dir getanzt hätte und in der nähe gewesen wäre?
Ich glaube nicht, dass du wirklich willst, dass ich Dinge ändere."
Ich lächele sie sanft an.
Wenn ich Dinge ändere, dann leiden Menschen, dann sind Menschen in der Hölle. Denn ich bin ein direktes Kind der Hölle. Nicht aus der Hölle, sondern die Hölle, die sprichwörtliche, der tiefste Teil der Unterwelt ist mein Vater.
Und wenn ich Dinge als Halbgott ändere, dann fangen Leute an, vor Panik verrückt zu werden, oder sterben, sollte in dem Fall ich wütend werden.
So wie Sam nun ist und was auch immer passiert ist, ich WÄRE wütend geworden.
Und ich weiß nicht ob es besser gewesen wäre, wenn dann ein wütender Teeniehalbgott dazwischen rumgesprungen wäre.
Wahrscheinlich eher eine völlige Katastrophe.
Sam hätte bewart werden müssen. Rache wird ihr nur helfen, wenn sie sie will. Rache kann befreiend sein, ich schwöre auf sie, denn bestimmten Leuten tut nichts Leid. Sie haben kein Gewissen und sie kommen mit dem was sie anderen antun immer durch. Sie wissen, dass es falsch ist, was sie tun, aber es ist ihnen egal. Es bedeutet ihnen nicht und sie genießen auch den Schmerz anderer, den sie verursachen.
Meinetwegen sei Sadist, aber dann such dir einen Masochisten. Dann läuft es einvernehmlich, auch wenn ich das nicht so ganz verstehen kann.
Aber Solche Leute quälen gerne. Sie landen im Tartarus, wo dann wiederum sie auf ewig erleiden, was sie verdient haben.
Ich lege Sam die Hand auf den Rücken.
"Schwierig, hmm? Vielleicht solltest du schreien? Das kann helfen."
Es ist ein weiteres Angebot, welches ich erstaunlicher Weise mache. Ich bin nicht der hilfsbereite Typ, sondern mehr der, wenn du denn mit ihm befreundet bist, zu dem du kommst, um anderen einen Arschtritt zu verpassen. Ich bin nicht der, von dem du dich trösten lässt.
Wobei ich es nicht schlimm finde, muss ich gestehen, obwohl es einfacher wäre, würde Sam sagen, was mit ihr ist.
Dann könnte ich Arschtritte verteilen gehen.
Bisher lag noch niemand so offensichtlich trauriges fast in meinem Arm. Fühlt sich ganz anders an, als wenn... naja.
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BeitragThema: Re: Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)   So 2 Aug 2015 - 15:35

Ich zucke zusammen, als ich seine Hand spüre und instinktiv rolle ich mich zusammen, um möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten. Irgendwie schaffe ich es, zu tippen.
'Schreien bringt gar nichts. Sie lachen nur... Sie lachen einen aus und machen weiter.'
Es war die perverse Freude am offensichtlichen Schmerz und der eindeutigen Angst, die am erschreckendsten gewesen war. Der Glanz in ihren Augen, als ich ihnen den Gefallen tat und um Hilfe schrie. Aber niemand war da. Niemand hörte mich. Und seitdem... Die Stimme hilft mir nicht.
'Tut mir leid, dass ich so', fange ich an zu tippen. Dann überlege ich. Was denn? Was tue ich?
'Tut mir leid, dass ich so schreckhaft und hin- und hergerissen bin. Ich kann das nicht steuern.'
Es macht mich fast wütend auf mich selbst, dass ich hinter dieser Mauer aus Angst knie und einfach nicht aufstehen kann, um über sie drüber zu klettern. Dabei ist Caleb so freundlich und gibt mir das Gefühl, dass nicht alle Kerle gleich sind. Woher es wohl kommt, dass die Halbgötter das so viel besser können als die Sterblichen? Caleb, Cloë, Riley. Obwohl sie alle einer Welt angehören, die vollkommen unmöglich scheint und noch unbarmherziger und härter ist als die menschliche Welt, fühle ich mich bei ihnen wohler. Vielleicht weil sie mich besser verstehen können. Vielleicht auch nicht.
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BeitragThema: Re: Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)   So 2 Aug 2015 - 20:14

"Nicht um Hilfe schreien, oder aus Angst. Einfach nur, weil du es kannst. Wenn du schreist lässt du einen Teil los. Ich schreie, ich schreie, wenn ich wütend bin, wenn ich einen Kampf einleiten will oder einfach, wenn ich frustriert bin. Oder einfach so. Schreien tut gut."
Ich zucke die Achseln und lehne Circe so neben mir an, dass sie nicht umkippen kann, während sich Sam neben mir zusammen krampft.
Ich kann darauf aber nicht Rücksicht nehmen, denn wenn man sie immer nur lässt wird es niemals besser werden.
"Wieso tuts dir Leid? Mir ist es egal. Du beschneidest dich damit nur selbst. Es ist allein an dir, ob du dagegen steuern willst. Noch kannst du es nicht, aber wenn du gar nichts tust und einfach nur gerade so damit lebst wirst du nie irgendwas steuern können."
Sie braucht Hilfe dabei, dass ist mir klar. Aber es nutzt nichts, wenn man sie verhätschelt und wie ein rohes Ei behandelt. Das ist sie nicht, sonst wäre sie schon zerbrochen.
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BeitragThema: Re: Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)   So 2 Aug 2015 - 20:34

'Tanz mit mir!', fordere ich einfach, als er fertig gesprochen hat.
Beim Tanz löse ich mich. Beim Tanz bin ich frei. Beim Tanz kann ich vielleicht schreien, wenn es wirklich so hilfreich sein soll.
'Tanz mit mir, damit ich sehe, was du meinst.'
Ich stehe auf und ziehe an seinem Arm. Zum Tanzen brauche ich keine Musik. Sie steckt in mir. Ist immerzu bei mir. Der wichtigste Ruhepol, den ich kenne.
Mein Handy verschwindet in meiner Tasche und ich sehe Caleb abwartend an.
*Zertritt die Mauer! Lass es raus!*, feuern mich meine Hoffnung, meine Wut und irgendwie auch meine Angst an. Rauslassen. Einwn Versuch ist es wert.
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BeitragThema: Re: Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)   So 2 Aug 2015 - 20:40

Ich stehe auf, als Sam an meinem Arm zieht und halte ihr dann die Hand hin, damit sie ihre hinein legen kann. Das kleine Mädchen, was nun zu einer kleinen frau geworden ist, tritt wieder in meine Arme und sieht dabei schon anders aus, als das verängstigte Opfer, was gerade noch neben mir saß.
Also lege ich Sam meine andere Hand genau auf hohe ihrer Rippen auf den Rücken, nicht zu hoch und nicht zu tief, so wie es einem in Tanzkursen beigebracht wird. Dann beginne ich mich mit ihr zu bewegen. Mir fehlt die Musik und der unebene Waldboden ist nicht gerade perfekt und ich habe schon lange nicht mehr getanzt. Jedenfalls nicht so. Aber es geht. Sam ist sicher besseres gewohnt, wenn sie immer noch tanzt, aber für meine Verhältnisse ganz ok.
"Mir fehlt Musik.", murmele ich. Aber Musik ist wirklich wichtig für mich, ein Bestandteil meines Lebens, den ich mir ausgesucht habe.
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BeitragThema: Re: Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)   So 2 Aug 2015 - 20:49

Diesmal sind seine Berührungen okay. Ich schrecke nicht zurück. Zu wütend bin ich auf die ängstliche Sam. Die neue Sam, die man aus mir gemacht hat. Die, die ich nicht sein will.
Entschlossen summe ich passende Musik und sehe Caleb fest in die Augen. Sowie früher wirbeln wir zusammen über das Parkett. Okay, ja, kein Parkett. Aber das sagt man ja so. Ich lasse ihn führen, gehe auf seine Bewegungen ein, die etwas aus der Übung geraten sind, aber die alte Sam nicht im Geringsten stören.
Die alte Samantha reißt das Ruder an sich, verdrängt für diesen Moment die verletzte Samantha. Ich lächele nicht. Dazu bin ich nicht in der Lage. Zumindst nicht sofort.
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BeitragThema: Re: Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)   So 2 Aug 2015 - 20:54

Ich grinse Sam an. "Ich bin scheiße, eh? Zulange nicht gemacht. Ich komme mir vor, als wüsste ich nichts mehr."
Ihre Bewegungen sind geschmeidig und geübt und ich bin zwar kein Trampeltier oder steif, aber es sieht nicht aus, als wäre ich auf sie eingespielt. Es sieht wahrscheinlich aus, als würde sie Tanzen und ich halte mich dabei an ihr fest.
Stört mich nicht und ihr summen hilft mir auch ein bisschen, aber der Beat und der Rhythmus fehlen für mich noch. Dafür ist es zu lange her.
Beinahe stolpere ich über eine Wurzel und reiße sie mit und nur im letzten Moment kann ich uns abfangen und mache daraus eine wackelige unschöne Beugefigur, bevor ich Sam wieder hochziehe. "Das konnte ich echt mal besser."
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BeitragThema: Re: Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)   So 2 Aug 2015 - 21:08

Ich ziehe eine Augenbraue hoch, als er mich etwas ungeschickt in einer Verbeugung auffängt. Ja, das klappte alles mal deutlich besser, aber ich habe auch schon Schlimmere Tänzer erlebt, die mich herumschleifen wollten.
Mit deutlichen Bewegungen weise ich Caleb den Weg durch den Tanz. Ein bisschen helfen ist nicht verboten. Als ich das Gefühl habe, dass er es sicherer schafft, überlasse ich ihm wieder die Führung. Meine Gedanken schweifen umher. Wann habe ich das letzte Mal aus Wut getanzt? Das dürfte eine Ewigkeit her sein. Aber es hilft. Und wie komme ich jetzt zum Schreien? Es kommt mir albern vor, einfach loszubrüllen.
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BeitragThema: Re: Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)   So 2 Aug 2015 - 21:18

Ich tanze mich langsam ein, aber mir ist durchaus bewusst, dass Sam mir hilft. Damit ich nicht gänzlich wie ein Trampel da stehe. Wobei ihre Sorge auch eher ihren eigenen Füßen gelten könnte.
Ich drehe sie unter meinem Arm durch und ziehe sie dann wieder an mich. Wenn man früh tanzen lernt ist es auch eine Art sich zu unterhalten. Jedenfalls hab ich das damals so empfunden weil es noch nichts mit Sex zutun hatte. Jedenfalls nicht in dem Alter.
Aber nun inzwischen... Tanzen hat immer noch viel von Konversation der anderen Art, aber tanzt man nicht gerade mit einer Verwandten, dann hat es inzwischen auch etwas Intimes. Das Level der Intimität kann man steigern, je nachdem mit welcher Intention man tanzt.
Sam ist nicht mehr das kleine Mädchen und sie ist auch nicht meine Schwester. Vielleicht kommt es mir deshalb auch ein bisschen komisch vor, wieder so mit ihr zu tanzen.
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BeitragThema: Re: Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)   So 2 Aug 2015 - 21:50

Irgendwie entwickelt sich eine merkwürdige Spannung zwischen uns, die ich zuerst nicht deuten kann. Dann aber wird es mir bewusst, wie nah man einander beim Tanzen ist. Wie sehr man einander vertraut und dass das Tanzen auch durchaus etwas von Flirten hat. Ich löse mich von Caleb, als ich in einer Drehung eine Hand von ihm loslasse und nehme Abstand, um über die Geschehnisse nachzudenken.
Es ist mir nicht geheuer, dass irgendwo die Tatsache eine Rolle spielt, dass wir verschiedenen Geschlechtern angehören und einander dennoch so nah kommen. Mein Herzschlag wird mir deutlich bewusst. Fast schon zu deutlich. Es fühlt sich an, als würde die Angst höflich anklopfen, bevor sie sich ihren Weg in mein Inneres bahnen will, bevor sie wieder die Kontrolle übernehmen möchte.
Ich drehe Caleb abrupt den Rücken zu und schreie einfach. Vögel flattern aufgeschreckt auf und für die Dauer des Schreis ist es auf einmal sehr unruhig im Wald. Dann verstumme ich wieder, wende mich wieder Caleb zu und sehe ihn atemlos an.
Mit wenigen Schritten bin ich wieder bei ihm, greife nach seiner Hand und führe den Tanz fort, als sei nichts gewesen.
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BeitragThema: Re: Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)   So 2 Aug 2015 - 21:58

Ich reagiere nicht weiter auf ihr Tun, außer mit einem kleinen Pfiff, der nicht mehr aussage als: Nicht übel! Für ihren ersten Urschrei war das schon mal nicht schlecht.
Aber um sie nicht zu irritieren tanze ich einfach weiter mit ihr. Offenbar hat sie nichts dagegen in meinen Armen zu liegen, wenn sie tanzt. Also hat sie bereits ihre Fluchtmöglichkeit gefunden. Jetzt muss sie nur noch mehr Möglichkeiten finden, vielleicht bestimmt dann ihr Trauma auch nicht mehr ihr Leben und sie kann wieder sprechen.
Fände ich nicht schlecht, denn Sams Gesellschaft ist angenehm und Tanzen macht mir Spaß, wie ich wieder feststelle. Zwar wäre es mit Musik besser, aber es geht auch so.
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BeitragThema: Re: Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)   So 2 Aug 2015 - 22:11

Calebs leises Pfeifen ist irgendwie irritierend, aber ich beachte es nicht weiter, als wir uns gemeinsam weiter zwiwchen den Bäumen bewegen. Vor meinem inneren Auge tauchen die knallblauen Augen eines gewissen Ares-Sohnes auf und ich seufze. Dieses Gefühle-Durcheinander in unserem Alter ist nicht unbedingt perfekt, wenn man vor einigen Jahren ziemlich brutal zerrissen wurde. Ich konzentriere mich auf Caleb. Seine Augen, in denen verborgen ein Schmerz liegt, der Sehnsucht ausdrückt. Seine Bewegungen, die Freude zeigen. Seine verrückte Haarfarbe, die irgendwie aufmuntert.
Während des Tanzes ziehe ich schnell mein Handy raus und starte meine zufällige Playlist. Das erste Lied erkenne ich erst nicht. Dann höre ich den Text. Ein schwedischer Sänger. Måns Zelmerlöw mit Broken Parts. Warum nicht? Prompt verlangsame ich meine Schritte und schwebe durch die sanfte Melodie der anfänglichen Takte.
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BeitragThema: Re: Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)   So 2 Aug 2015 - 22:20

Sam zieht ihr Handy raus und gibt mir Musik. Finde ich gut von ihr, kann ich jetzt auch plötzlich wieder mehr mit meinen Füßen anfangen. Es ist ein langsamer Song, zu dem man Rumba tanzen kann, oder aber einen langsamen Walzer. Sam schwebt regelrecht über den unebenen Untergrund und ich brauche sie nur zu begleiten. Wäre sie nicht so schreckhaft und hätte ich keine oder auch nur etwas mehr Ahnung, wie es um sie bestellt wäre, gefühls- und beziehungsmäßig, wäre ich wohl versucht sie zu küssen.
Das ist wieder dieses Intimitätsding und ich muss es gar nicht leugnen, die Versuchung ist da. Aber ich tue es nicht.
Ich müsste nicht damit rechnen, dass sie mir eine Ohrfeige verpasst. Eher damit, dass sie die Beine in die Hand nimmt und rennt und mich nie wieder ansieht.
Ganz zu schweigen davon, dass sie dann gar nicht mehr mit mir sprechen wird.
Das hat was mit Vertrauen zu tun und diese Sam hier, in meinen Armen, vertraut nicht. Mir jedenfalls nicht, obwohl sie mit mir tanzt und ich sie führen darf.
Das ist nämlich ein Unterschied. Als Kerl bist du eigentlich immer davon abhängig, dass das Mädchen dich lässt. Sonst würdest du dir etwas nehmen, was du nicht haben darfst und was du auch nie bekommen wirst, wenn du es dir einfach nimmst, weil es gegeben werden muss.
Nein heißt für mich nein und alles andere ist einfach nur krank. Wer sich nimmt, was nicht gegeben werden will ist zu dumm und grausam es auf anderem Weg zu bekommen. Denn sonst würde es einfach gegeben werden.
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BeitragThema: Re: Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)   So 2 Aug 2015 - 22:30

Das Lied ist schon bald wieder vorbei und eine rasche Musik für einen Tango Nuevo setzt ein. Ich hebe Calebs Kinn etwas mit der Hand an, bevor ich mich ihm wieder anvertraue. Sein Blick hat etwas Abwesendes an sich. Er scheint über irgendetwas nachzudenken. Vermutlich hat es mit dieser intimen Atmosphäre zu tun, die mir immer noch furchtbar unheimlich ist. Aber es ist Caleb. Caleb von früher. Und er scheint zu wissen, wie weit er gehen kann, ohne mich zu sehr zu bedrängen. Das ist gut. Riley konnte das leider gar nicht einschätzen, aber das war im Nachhinein auch nicht schlimm.
Blaue Augen. Wieder seufze ich leise und lehne mich ihn einer engen Schrittfolge an Caleb an.
Wie verwirrend doch Gefühle sind. Am liebsten möchte ich weinen, obwohl es mir gerade gut geht. Und gleichzeitig will ich schreien und tue es mit den raschen Bewegungen auch. Es muss kein verbaler Schrei sein. Es ist mehr mein Körper, der seine Energie verbrauchen muss. Energie, die sonst immer von der Angst eingeschlossen wird.
Wie hat dieser junge Mann es geschafft, mich zumindest für eine Weile von den Mauern zu befreien? Wie nur?
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BeitragThema: Re: Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)   So 2 Aug 2015 - 22:37

Wir wirbeln herum. Tango tanzen ist heiß. Dagegen kann man nichts sagen. Ein Mädchen, was Tango tanzen kann und sich dabei von dir führen lässt ist brandheiß und im Moment sieht Sam mit ihren fliegenden roten Haaren auch verdammt aus, wie die Sam von früher, die damals plötzlich viel erwachsener auf mich gewirkt hat, wenn wir Tango getanzt haben.
Jetzt ist es ganz anders, als mit einer Elfjährigen. Es ist fast wie ein Rausch und es macht verdammt viel Spaß. Sam wirft den Kopf herum und ich wirbele und ziehe sie genau in den richtigen Momenten hoch. Jetzt bin ich wieder drin. Kein Profi aber ein ganz guter Tänzer.
Wir gleiten, wirbeln und marschieren geschickt durch das Lied und ich kann nicht anders als sie anzugrinsen.
Bei einem beobachteten Tanz müsste ich jetzt entweder eine kühle verschlossene und ernste Miene machen, oder so leidenschaftlich und hingerissen von der Frau in meinen Armen schauen, wie nur irgend möglich. Ersteres wäre meine Wahl, weil ich einfach keine Ahnung habe, wie ich selbst schaue, wenn ich leidenschaftlich und total hingerissen von einem Mädchen aussehe. ich schaue beim Sex nicht so oft in den Spiegel und das letzte Mal, bei dem ich das auch hätte tun können, hätte ja auf meine Ex sein müssen. One Night Stands zählen nicht.
Sam sieht aus, als würde sie glühen und gleich Feuer fangen.
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BeitragThema: Re: Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)   So 2 Aug 2015 - 22:56

Der Tango kommt aus meinem Innersten. Er ist seit jeher mein Lieblingstanz, was absolut verrückt ist, bei meiner panischen Angst vor Berührungen, die auch nur annähernd sexuell erscheinen können. Aber gleichzeitig ist es wie ein Gegengift. Es löscht für den Moment die Bilder der Vergangenheit aus.
Caleb scheint in den Tanz gefunden zu haben und ich bin froh, dass ein weiterer Tango folgt. Ich lasse mich von ihm tragen, präsentieren, ins rechte Licht rücken. So hatten die Tanzlehrer das immer beschrieben. Der Herr soll die Dame gut aussehen lassen. Und das kann Caleb definitiv.
Ich entdecke das Lächeln auf seinen Lippen nach einer schwindelerregenden Drehung und kann nicht anders, als es zu erwidern.
Wir schweben, wirbeln durch die Musik und irgendwie lande ich dabei in einer ziemlich verliebten Umarmung in Calebs Armen, wobei er mit einer Hand unter meinen Knien und mit einem Arm um meinen Rücken greift und ich die Arme um seinen Hals geschlungen habe. Das Lied endet und ein sehr langsames, verschmustes Lied setzt ein. Danke, Tyche... Es ist, als wollte das Schicksal uns immer näher aneinander drängen. Vielleicht soll ich mich so auch etwas befreien.
Und ich muss zugeben, es hilft. Und es gefällt mir. Das langsame Lied, Flares von The Script, macht alles nur noch intimer, mystischer. Fasziniert sehe ich in Calebs vertraute Augen.
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BeitragThema: Re: Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)   So 2 Aug 2015 - 23:05

Jetzt ist es mehr ein Stehbluse, wie ihn wohl anderen in unserem Alter auf Partys tanzen, wenn langsame Lieder gespielt werden. Ich lehne meine Stirn an Sams und sehe ihr weiter in die Augen. Und in diesem Fall sieht mich daraus ein Mädchen an, welches nicht in Angst ertrinkt. Das ist gut. Sehr gut, denn so kann ich diesen Moment ausdehnen und noch etwas so stehen bleiben.
Es fühlt sich gut an, auch wenn es normalerweise zu ruhig ist. Ich bin mehr der Wilde, der Aufmüpfige. Als nur der Stille und Düstere. Damit ich Händchen halte und kuschele und einfach nur Teddybär spiele braucht es normalerweise ein Mädchen, welches mich vorher mit anderen "Dingen" auf Trapp gehalten hat.
Sam ist wohl jemand, der nur einen Teddybär gebrauchen kann.
Dafür müsste ich anders sein. Also tue ich nichts von dem, was ich bei einem anderen Mädchen vielleicht getan hätte, sondern halte sie einfach nur noch fest.
Etwas zu fordern und gleichzeitig etwas zu versprechen, wenn ich jetzt nur sanft und lieb zu ihr wäre, wäre nicht ok, brauch und will ich doch andere Dinge, die ich nicht von ihr fordern kann. So sehr Arschloch bin ich nicht.
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BeitragThema: Re: Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)   So 2 Aug 2015 - 23:20

Im Takt der Musik wiegen wir uns hin und her. Ein wirklicher Kuschelsong, aber nicht zu kitschig. Genau richtig.
Calebs Blick hält meinen fest. Hätten wir nicht damals schon miteinander getanzt, würde ich ihn definitiv nicht so ansehen können, ihn nicht so nah an mich heranlassen. So nah, dass er mich küssen könnte. Es ist gut möglich, dass er das gerne würde, das ist ein paar mal passiert, wenn ich nicht mit Philipp getanzt habe. Vor der Sache mit dem Kinderheim hab ich die Jungs dann immer ausgelacht. Danach habe ich die Flucht ergriffen und ließ mich nur von meinem Bruder oder Phil wieder zur Tanzstunde überreden.
Auch Phil hat es mal versucht, obwohl er weiß, wie ich dazu stehe. Ich musste ihm einen Korb geben. Sanft.
Wie wäre das in diesem Fall hier? Was täte ich,wenn Caleb doch irgendwie dazu käme?
Rileys blaue Augen schweben durch meine Gedanken. Noch ein Seufzen. Ich schließe die Augen und rücke dicht an meinen Tanzpartner heran.
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BeitragThema: Re: Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)   Mo 3 Aug 2015 - 16:54

Ich könnte es als Aufforderung nehmen, so wie sie sich an mich drückt, seufzt und ihre Augen schließt. Es fehlt nur noch, dass sie den Kopf hebt und mir die Lippen darbietet. Dann wäre es sicher, dass sie von mir geküsst werden will.
Ich könnte...
Aber ich lasse es lieber. Wenn ich es tue und sie weg rennt oder sich wieder in ein traumatisiertes Häufchen Elent verwandelt wäre ich daran Schuld. Und ich komme zwar mit Beleidigungen und Herausforderungen anderer gut klar, finde Abweisung genauso scheiße, wie jeder andere auch.
Keiner will abgewiesen werden. Schon gar kein 18 jähriger Junge, der sich für erwachsen hält und außerdem ein zu großes Ego hat.
Ja das gebe ich auch vor mir selber zu. Also spiele ich Feigling und küsse sie nicht. Obwohl ich gerne würde.
Nur würde dann sicher mehr passieren. Ich schaffe es zwar mittlerweile Peinlichkeiten wie nasse Hosen zu vermeiden, trotzdem würde ich mehr wollen und hinterher mit den Folgen zu leben muss auch nicht sein.
Denn gleich ran lassen wird sie mich nicht. Das würde diese Sam hier nie und die von früher würde mich wahrscheinlich auslachen und mich ewig damit aufziehen, wenn sie es nicht auch wollen würde.
Keine Option, also tiiiief durch atmen Caleb.
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BeitragThema: Re: Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)   Mo 3 Aug 2015 - 17:32

Es ist eigenartig. Obwohl ich eigentlich wegrennen müsste, Caleb wegstoßen und fliehen müsste, bleibe ich. Ich öffne die Augen und sehe ihn direkt an, sehe in seine Augen, die seine ganzen Gefühle erkennen lassen und lächele.
Die ganze Szenerie ist perfekt. Perfekt für den ersten Kuss, den ich mir in schillernden, bunten Farben ausgemalt habe, seit ich denken kann. Den wirklichen ersten Kuss. Den, den ich mitbestimme. Aber ich kann es nicht. Nicht einfach so.
"Caleb...", sage ich sanft und hebe eine Hand an seine Wange. Mehr nicht. Kein weiteres Wort. Kein Atemzug.
Ob ihm bewusst ist, dass er einer der wenigen Menschen ist, die meine Stimme zu hören bekommen? Vermutlich nicht. Woher sollte er das auch wissen?
Mein verwirrtes Herz stolpert in meiner Brust und mein Kopf versucht herauszufinden, was genau los ist. Ob ich es überhaupt beschreiben kann, wenn man mich fragen würde?
Ich fahre mit der Hand langsam die Konturen seines Gesichtes nach. Obwohl es eigentlich kantige, harte Züge sind, entdecke ich die Sanftheit in ihnen. Wahrscheinlich weiß er es nicht, aber diese Weichheit macht ihn schön. Gerade weil man sie nicht einfach so entdecken kann. Nur wenn man genau hinsieht und die Fassade wegwischt.


(Verdaaaammt, ich muss jetzt im Play mit Riley einen Kuss vermeiden xD)
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Ein überraschendes Wiedersehen (Caleb&Samantha)

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