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 Pechvögel (Ethan & Loyal)

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Loyal Sherbrooke
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BeitragThema: Pechvögel (Ethan & Loyal)   So 11 Jun 2017 - 19:52

Vermutlich trift der Begriff "malerisch" das alljährliche Sommerfest an der Roosevelt Middle School nicht ganz. Zwar gibt sich kaum eine andere Schule so viel Mühe mit Bannern, Büffet und Spielen, doch egal wie schön man auch dekorieren mag, die Schüler bleiben doch 5-8 Klässler. Die Hälfte der -auf dem Schulhof herum turnenden- Kinder waren zu cool für solchen Kinderkram, während die anderen durch den Zucker in den Getränken, hibbelig waren, wie ... nunja, Kinder auf Zucker halt.
In diesem Chaos befanden sich auch Ethan und Loyal und für beide sollte es ein schicksalhafter Tag werden.

Vergangenheitsplay mit @Ethan Cannon und @Loyal Sherbrooke


Loyal war seit langen nicht mehr so nervös gewesen. Fast hätte sie ihre guten Vorsätze vergessen und erneut an ihren Fingern gekaut, auch wenn sie natürlich viel zu alt für sowas war. Mit ihrer heiß geliebten Violine stand sie hinter dem roten Vorhang, welcher mehr schlecht als recht zwischen zwei Bäumen gespannt wurden war.
"Du schaffst das schon", sprach Miss Langford ihr gut zu und lächelte sie an. Es war alles andere als Loyals Idee gewesen, ein Violinensolo vor der gesamten Schule zu spielen, doch irgendwie hatte Miss Langford sie hierein geritten und nun war es zu spät um umzukehren. Wenn sie sich so Musiker fühlten, wollte sie nie eine werden.
Ein Blick durch die Lücke im Vorhang zeigte Loyal jedoch, dass nur wenige Schüler auf den Bänken platz genommen hatten und beruhigt atmete sie aus.
Für Außenstehende mochte das Geschehen vielleicht nur wie ein langweiliges 'Schülerkonzert' aussehen, dass nicht annähernd so interessant war, wie  das Dosenwerfen im Hintergrund, oder das Äpfel tauchen, doch Loyals kleines Herz pochte wie verrückt, als die -schreckliche- Gitarristen ihren letzten Akkord spielte und Miss Landford auf die 'Bühne' -der rote Teppich, vor dem Vorhang- trat, um sie anzukündigen.
"Vielen dank Lauren, dass war wundervoll. Und jetzt haben wir was ebenso tolles für euch vorbereitet. Loyal Sherbrooke mit ihrem Violinensolo."
Zitternd trat das Mädchen, hinter dem Vorhang hervor und wagte es nicht den Blick auf die zehn Schüler vor sich zu werfen. Stattdessen legte sie den Bogen an ihre Violine, schloss ihre Augen und begann.
Loyal war keines dieser talentierten Kinder, welches Geige spielen konnte, als hätte sie nie was anderes getan, doch ihr Gespür für Musik und das jahrelange Training waren nicht an ihr vorbei gegangen. Vielleicht konnten es die zehn Schüler und Miss Langford nicht hören, doch Loyal war wirklich gut.


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Ethan Cannon
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BeitragThema: Re: Pechvögel (Ethan & Loyal)   So 11 Jun 2017 - 20:14

Es war schon Abends, als wir auf den Stühlen im großen Raum sitzen. Die Stühle sind aneinander und hintereinander gereiht und die Bühne steht vorne. Sie ist zwar nicht sehr groß, doch der rote Hang macht es wesentlich interessanter als es auf den ersten Blick zu sein scheint.
Schon eine gute Stunde sitze ich auf diesen harten Stuhl und spüre die Hyperaktivität schon in mir, welche am Liebsten raus springen möchte. Ich würde durch den ganzen Saal eilen, an den Wänden einen Salto machen und rumschreien. Doch ich reiße mich zusammen. Beiße auf meine Lippe und mache aus meinen Händen zwei Fäuste.
Die Musik ist nicht sonderlich gut, man hört deutlich die falschen Töhne. Oder ist das nur mein Gehör? Mein Gehör, welches "übernatürlich" ist? So nennen es die Ärzte zumindest, doch ich schenke dem nur wenig Acht.
Es gibt nur ein Herz, welches schneller schlägt als alle anderen und irgendwie lässt mich das leicht lächeln. Ich weiß zwar nicht von wem es stammt, doch es macht mich neugierig auf dieser langweiligen Feier.
Die Schüler sind auch nicht gerade höflich wenn es darum geht sich ein Musikstück anzuhören. Im Gegenteil; sie essen und reden miteinander. Es gibt nur wenige die wirklich zuhören.
Als das Stück vorbei ist klatsche ich mit. Wie lange würde es nochmal dauern?
Ich sehe mich um um eine Uhr zu entdecken. Doch die Wände dieser Schule sind leer und bieten nicht mal Geschichten. Die Schatten liegen dunkel auf ihnen, auch wenn ich das nicht verstehen kann.
Als ich mich wieder der Bühne zuwende erkenne ich plötzlich ein Mädchen, welches dort mit ihrer Violine steht. Es war ihr Herz, welches so schnell geschlagen hat. Loyal. Der Name kommt mir nicht bekannt vor, so ebenso ihr Gesicht nicht. Sie scheint auch noch jünger zu sein.
Doch als sie anfängt zu spielen liegt meine Konzentration auf ihre Musik. Denn sie spielt keinen falschen Ton und steht dort, als wäre es ihre Welt.
Fasziniert sehe ich das Mädchen an. Ich spüre wie ich etwas ruhiger werde, auch wenn ich dies niemals zugeben würde.
Als ich ihren Schatten betrachte fällt mir etwas auf. Stirnruntelnd lehne ich mich etwas nach vorne, denn ihr Schatten hat leuchtende Ränder. Ist das nun Einbildung?
Verwirrt sehe ich das Mädchen an, bevor ich wieder meinen neutralen Blick aufsetze und mich dieses Mal von ihr abwende, auch wenn ihre Musik in meinen Ohren erklingt und es ist, als würde ich nur noch das hören.


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BeitragThema: Re: Pechvögel (Ethan & Loyal)   Do 15 Jun 2017 - 19:33

Das Stück endete und nervös ließ Loyal den Bogen sinken. War es okay? Sie war so in die Musik vertieft, dass sie sich nicht erinnern konnte, ob sie alles richtig gespielt hatte. Zudem war sie so aufgeregt, dass selbst wenn sie jeden einzelnen Ton falsch gespielt hätte, sie es kaum bemerkt hätte.
Die paar Schüler klatschen höflich und schnell verschwand Loyal wieder, ehe Miss Langford wieder auf die 'Bühne' kommen konnte, um sie zu entlassen und die nächste Schülerin aufzurufen.
Wenigen Sekunden später hörte Loyal bereits das alte Schulpiano spielen und sie schlich sich zurück in den Zuschauerbereich.
Neben einen großen Jungen, der deutlich älter als Loyal aussah, ließ sie sich nieder. Ihr Blick war auf die Violine gerichtet, die nun in einem Koffer lag. Ihr Herzschlag wurde allmählich langsamer.
Nach einer Weile hob sie den Kopf und blickte sich um. Die meisten Schüler schienen viel Spaß zu haben. Einige von Loyals Klassenkameraden -sie würde sie nicht als Freunde bezeichnen- waren gerade beim Dosenwerfen und schienen echt glücklich zu sein.
Loyal rutschte unruhig auf ihrem Sitz umher und überlegte was sie nun tun sollte. Die ganze Zeit war sie so auf den Auftritt fokussiert gewesen, dass sie nun nicht wusste, was zu tun war. Es viel ihr oft schwerer als anderen Kindern einfach Spaß zu haben, vor allem wenn so viele Leute um sie herum waren.


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BeitragThema: Re: Pechvögel (Ethan & Loyal)   Di 20 Jun 2017 - 15:44

Es ist nicht zu überhören, dass das Mädchen Talent hat. Auch wenn sie in dem Stück sehr sicher rüber kommt, bezweifele ich doch, dass sie es ist. Doch das kann mir eigentlich recht egal sein.
Ich werde eher nicht lange an dieser Schule sein. Vielleicht ein paar Wochen, vielleicht ein paar Monate. Nicht länger.
Schließlich ist das Stück zuende und ich fange an mitzuklatschen. Dann kommt auch schon die nächste Schülerin und dann der nächste Schüler. Ich frage mich, wie manche sich trauen vorne etwas zu spielen. Vor allem vor solch vielen Desinteressierten.
Ich schaue mich ruhig um. Diese Schule hat etwas an sich, wodurch ich mich schon freue von hier weg zu kommen. Es ist nicht die Umgebung, sondern die Atmosphäre, welche mich nicht entspannen lässt. Vielleicht bilde ich es mir nur ein, doch ein paar Lehrer haben dunklere Schatten und das macht mir zu schaffen.
Plötzlich setzt sich das Mädchen von vorhin neben mir. Loyal, wenn ich mich recht erinnere an ihren Namen. Ein eher ungewöhnlicher Name, doch er passt zu der Person, die ich dort auf der Bühne erblickt habe. Nur kurz sehe ich das Mädchen an, welche deutlich kleiner ist als ich, bevor ich mich wieder der Bühne zuwende.
Nach einer guten halben Stunde ist die Vorstellung abgeschlossen. Eine Lehrerin tritt nach vorne und bedankt sich herzlichst an alle Schüler die da waren und hält noch eine kleine Rede.
Dann dürfen wir alle gehen.
Ich stehe auf und schaue zu dem eher nervösem Mädchen neben mir. "Du warst gut" sage ich nur kurz, bevor ich meinen Platz verlasse und zum Ausgang rüber gehe.

(Tut mir leid, hatte Probleme mit meinem PC)


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BeitragThema: Re: Pechvögel (Ethan & Loyal)   Mo 10 Jul 2017 - 17:38

Loyal zuckte zusammen als sie plötzlich jemand ansprach. Erschrocken sah sie in das Gesicht des älteren Jungen. Sie drehte sich um und erwartete, dass er jemand hinter ihr gemeint hatte, doch da war niemand.
Bevor sie jedoch war erwidern konnte war er aufgestanden und lief zum Ausgang des Festes.
"Danke...", hauchte sie unsicher ins Leere und war sich nicht sicher ob er es ernst gemeint hatte. Es wäre nicht das erste Mal an dieser Schule, dass jemand etwas Sagte, was er nicht so meinte.
Sie merkte, dass nun auch alle anderen auf gestanden waren und schnell erhob sie sich ebenfalls. Sie wusste nicht wohin sie sollte, weshalb sie beschloss ein wenig Abstand von den vielen Leuten zu suchen.
Ein wenig frische Luft tat manchmal Wunder, wie ihr Vater stetig sagte.


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BeitragThema: Re: Pechvögel (Ethan & Loyal)   Di 11 Jul 2017 - 20:42

Als ich draußen ankomme sehe ich mich auf den großen Schulhof nur kurz um. Alle anderen Kinder bzw. Jugendlichen scheinen abgeholt zu werden. Es ist immerhin auch schon später. Da ich meine Abholgelegenheit nicht sehe, beschließe ich mich auf einer der Schulbänke hinzusetzen und beobachte das Geschehen ein wenig.
Es ist das nicht erste Mal, dass ich länger warten muss. Wie lange ist hier allerdings noch die Frage.
Erst später erkenne ich Loyal, die anscheinend nicht so wie die anderen mit der vollen Masse raus kommt. Ich wende mich allerdings wieder von ihr ab. Mein Gefühl sagt mir zwar, dass etwas an ihr anders ist und vor allem, dass ich wissen müsste was, doch ich versuche es mit aller Macht zu ignorieren.
Ich lehne mich etwas zurück und versuche die Dämmerung welche schon im Anmarsch ist einfach etwas zu genießen. Wenn es dunkler wird fühle ich mich sofort wohler.


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BeitragThema: Re: Pechvögel (Ethan & Loyal)   Sa 5 Aug 2017 - 15:59

Es wurde später und der Schultag endete schließlich. Loyal war froh drum. Sie mochte keine Veränderungen von ihrem normalen Rhythmus. Wenn es Abends war wollte sie bloß zuhause sein. Mehr nicht. Und damit war das kleine Mädchen auch völlig zufrieden.
Als es Zeit wurde abgeholt zu werden war von ihrem Vater noch keine Spur. Dies kam ab und zu mal vor -vor allem wenn er sich mal wieder in irgendeinem Projekt verstrickt hatte- daher machte sich Loyal keine Sorgen und balancierte stattdessen auf einer kleinen Mauer umher. Ihr Vater würde bald auftauchen denn vergessen tat er sie nie.
Ihr Blick glitt zum Wolkenlosen Himmel. Einige Vögel folgen hin drüber und erstaunt stellte Loyal fest, dass einige von ihnen in der Sonne zu schimmern schienen, so wie sie es nur von Löffeln oder Autos kannte.


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BeitragThema: Re: Pechvögel (Ethan & Loyal)   Sa 5 Aug 2017 - 16:09

Es werden immer weniger, bis schließlich nur noch ein paar Schüler übrig sind. Ich bin anscheinend nicht der Einzige, der noch nicht abgeholt wird. Doch viel ausmachen tut es mir nicht, ich bin nicht gerade gerne in dem Zuhause, wo ich zur Zeit bin. Vermutlich bin ich dort sowieso nur noch kurz.
Ich schaue mich um, als etwas meine Aufmerksamkeit an sich zieht. Ich kann es nicht richtig beschreiben, doch es ist das Gefühl in mir, welches sich ändert. Dunkler und gefährlicher. Ich weiß nie genau was es ist, doch ich weiß, dass wenn ich dieses Gefühl bekomme, dass dann eigentlich immer etwas passiert.
Es ist wie eine Vorahnung -mit der Ausnahme, dass es sowas nicht gibt und ich das auch nicht kann.
Ich setze mich wieder gerade auf und beobachte nun die Schulgegend, bis ich auf ein paar kleine Schatten meine Aufmerksamkeit richte. Sie kommen von den Vögeln, welche über uns fliegen. Na super...Manchmal scheine ich doch zu paranoid zu sein.
Kopfschüttelnd verberge ich mein Gesicht in meinen Händen um das Gefühl los zu werden. Doch das Gefühl wird stärker und auch die Vögel kommen langsam näher, als ich wieder nach oben schaue.
Dann stehe ich auf. Ich sehe mich um. Mittlerweile sind alle anderen Schüler gegangen, nur Loyal noch nicht. Doch sie scheint nicht die Bedrohung zu spüren, zumindest sieht es nicht danach aus.
Vielleicht ist es was ganz anderes?
Oder...vielleicht ist es sie?
Nein...nicht das Mädchen. Das wäre zu...Horrorfilmmäßig.


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BeitragThema: Re: Pechvögel (Ethan & Loyal)   Sa 5 Aug 2017 - 18:00

Loyal schüttelte ihren kleinen Kopf und balancierte weiter auf der Mauer. Was immer sie diese Reflektion auch war, sie war nicht interessant genug für den Sprunghaften Charakter eines Kindes.
Erst als ein schreckliches Gebrüll von den Vögeln auskam bemerkte Loyal, dass die Tiere näher gekommen waren.
Es klang nicht nach Tieren, so viel bemerkte Loyal sofort. Es war ein wenig wie das Geräusch was Fingernägel auf einer Tafel erzeugten oder ein Autounfall wo Metall auf Metall trift.
Überrascht sprang Loyal von der Mauer und blickte zu den immer näherkommenden Vögeln. Es waren so viele, dass Loyals Zahlenverständnis noch nicht dafür ausreichte, um es zu beschreiben. Eine bedrohliche Wolke aus funkelnden Schnäbeln entstand über ihren Köpfen.
Unsicher blickte sie sich um, auf der Suche nach den Reaktionen der anderen Schüler, jedoch stellte sie überrascht fest das sie und der Junge von vorhin die einzigen beiden auf dem Schulhof waren. Auch der andere Junge wirkte besorgt, stellte sie fest. Er blickte gerade zu Loyal, als sie ebenfalls zu ihm sah.
Sie versuchte aus seinen Blick zu erkennen ob er wusste was zu tun war. Vielleicht bildete sie sich die Gefahr ja auch nur ein.


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BeitragThema: Re: Pechvögel (Ethan & Loyal)   Sa 5 Aug 2017 - 20:40

Sie kamen immer näher, doch schon von dort oben konnte ich erkennen, dass etwas anders war an diesen Vögeln. Trotzdem bleibe ich ruhig und beobachte sie, doch sie kommen immer näher und näher und schließlich sind sie nur noch wenige Meter von uns entfernt. Ich renne zu Loyal rüber, denn als sie noch näher kamen wurde mir bewusst, dass Loyal keine Gefahr darstellt.
"Wir sollten hier verschwinden" sage ich ihr und ohne auf sie zu achten, greife ich nach ihrem Arm und will sie wegzerren von hier. Doch gerade dann spüre ich einen heftigen Schmerz am Arm und weiche zurück.
Einer dieser...Vögel, oder was auch immer, hat meinen Arm erwischt.
"Was sind das?" frage ich nun wütend.

------------
tut mir leid, ich glaube mein Tempus ist durcheinander geraten


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BeitragThema: Re: Pechvögel (Ethan & Loyal)   Sa 5 Aug 2017 - 20:57

Die dunkle Wolke aus Schnabeln und spitzen Gefieder kam immer tiefer. Ängstlich sah Loyal zu dem Jungen, welcher plötzlich aufheult. Einer der Vögel hatte seinen Arm erwischt und nun quoll Blut hervor. Loyal schrie auf und wich zurück. Sie wollte losrennen, doch da kamen die Tiere bereits immer näher und fingen an sie zu umkreisen.
Spitze Schnäbel schlugen nach den beiden Kindern. Nur mit Mühe schaffte es Loyal auszuweichen, aber desto mehr Vögel kamen, desto schwierig wurde es.
"h.hh...hilfe." Sie hatte schreien wollen, doch aus ihrem Mund kam nur ein leises stammeln.
Völlig hilflos musste Loyal zu sehen, wie die Vögel immer dichter kamen, bis sie kaum mehr Licht durchließen und selbst die Luft stickig zu werden schien.
Sie sah zu dem Jungen, als würde er eine Lösung für das Problem kennen.

--
Kein Problem Smile


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BeitragThema: Re: Pechvögel (Ethan & Loyal)   Sa 5 Aug 2017 - 21:09

Ich möchte umkehren und das alles hinter mir lassen, sehen ob wir schon abgeholt werden. Doch alle Vögel um uns herum versperren mir die Sicht. Es ist fast unmöglich überhaupt noch zu erkennen wo wir sind.
Nur der Boden unter meinen Füßen gibt mir noch diese Sicherheit. Ich komme mir vor wie in einem Film.
Ich schlage wild um mich, doch beachte dabei Loyal nicht zu treffen. Manchmal scheine ich ein Vogel zu schlagen, doch das lässt sie nicht lockerer werden und verschwinden tun sie auch nicht.
Plötzlich spüre ich wie ein Schatten an meinen Beinen hochklettert, über meinen Arm und schließlich einer der Vögel die ich schlagen kann erreicht und sich um es schlingt. Der Vogel scheint zu ersticken, doch der Schatten lässt nicht los.
Ist das Einbildung? Denn so schnell wie es passiert ist, ist es auch wieder vorbei. Mit der Ausnahme, dass der Vogel zu Asche zerfallen ist.
Okay...das ist definitiv ein Streich von jemanden.
Ich schaue zu Loyal. "Alles okay bei dir?"
Was für eine dämliche Frage.


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BeitragThema: Re: Pechvögel (Ethan & Loyal)   Sa 5 Aug 2017 - 21:30

Loyal rückte immer näher an den fremden Jungen heran, was gar nicht so einfach war, da dieser wie wild um sich schlug.
Als die Bewegung plötzlich aufhörte, sah Loyal zu dem Jungen hoch und spürte wie sich ein feiner Staub auf ihr Haar legte. Wo kam der her?
Der Junge fragte ob alles okay sei und Loyal wollte gerade unsicher mit dem Kopf nicken, als ein Schmerz sie durch zuckte. Es fühlte sich an als würde jemanden mit einen Hammer auf ihren Kopf einschlagen. Erst ein dumpfer und dann ein stechender Schmerz zog an ihren seitlichen Kopf empor und sie spürte kaltes Metall ihre Haut aufreißen.
Sie schrie auf und schlug um sich, riss den Kopf hin und her. In ihrem gesamten Leben hatte ihr Herz noch nie so schnell geschlagen.
Angst und Adrenalin füllten ihre Adern.
Der Vögel krallte sich in ihre Haare und wollte erneut seinen tödlichen Schnabel zu stoßen lassen.


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BeitragThema: Re: Pechvögel (Ethan & Loyal)   So 6 Aug 2017 - 19:43

Nicht mal Loyal kann ich noch richtig erkennen in diesem ganzen Durcheinander. Es sind einfach zu viele. Wieso kommt uns denn niemand zu Hilfe? Es ist doch kaum so, dass auch schon alle Lehrer weg sind, sowieso nicht wenn noch zwei Schüler da sind die noch nicht abgeholt wurden.
Plötzlich schrie Loyal auf. Sofort drehe ich mich zu ihr um und sehe noch gerade, wie ein Vogel wieder auf ihren Kopf zufliegt.
Ohne großartig darüber nachzudenken gehe ich auf sie zu -mit viel Mühe- und schlinge meinen Körper um sie herum wie ein schützendes Schild. Ich spüre wie mein Rücken schmerzt, doch das kann ich ausblenden.
Ich spüre Blut auf ihrem Kopf und hoffe, dass es nicht so schlimm ist wie ich es gerade denke. Ich hoffe es einfach, denn mehr kann ich gerade nicht machen.
Ich versuche aufzuschauen und einen Plan zu erstellen, wie wir hier raus kommen.


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BeitragThema: Re: Pechvögel (Ethan & Loyal)   So 6 Aug 2017 - 22:15

Ein Ruck ging durch Loyal als der Junge sie packte und mehr oder weniger umschloss, aber durch all die schnellen Bewegungen bemerkte es Loyal erst nicht. Vor allem lenkte der Schmerz sie ab. Ihr Kopf fühlte sich an als wäre er explodiert.
Der Vogel verschwand von ihrem Kopf, als das kleine Mädchen einen lauten schrillen Schrei losließ. Dann war da sehr viel Dunkelheit. Ihr Gesicht war nun auf Brusthöhe von dem Jungen, der sie von den Vögeln abschirmen versuchte und so kam noch weniger Licht zu ihr als vorher.
Als der Schmerz immer schlimmer wurde und sie glaubte jeden Moment um zufallen, bemerkte sie ein ganz winziges leuchten, dass für einen Wimpernschlag erschien. Dann war wieder nur die Dunkelheit da.
Was Loyal nicht sehen konnte war, dass die Vögel, immer wenn Loyal kreischend Aufschrie, wild umher flatterten und ein wenig Abstand zwischen sich und den beiden Kindern schaften.


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BeitragThema: Re: Pechvögel (Ethan & Loyal)   So 13 Aug 2017 - 17:38

Mein Rücken fühlt sich an als würde er zerfleischt werden, doch solange die Vögel drm Mädchen nicht mehr antun ist es das wert. Ich versuche mit der anderen Hand die Vögel wegzuschlagen, was alles andere als einfach ist. Immer wieder spüre ich wie ein Vogel zur Asche wird und frage mich, wie das möglich ist oder ob es doch Einbildung ist.
Loyal schreit immer wieder auf, was mich leicht zusammenzucken lässt. Ihr Schrei ist schriller als ich jemals gehört habe und ich höre praktisch alles.
Doch eine Sache ist da...Die Vögel reagieren ebenfalls drauf.
Ich halte Loyal nun noch fester unter mich. "Schrei" sage ich ihr ins Ohr. "Schrei laut und oft"


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BeitragThema: Re: Pechvögel (Ethan & Loyal)   So 13 Aug 2017 - 19:49

Zwischen all dem Lärm hörte Loyal den Jungen kaum, sie glaubte zumindest dass der Lärm dran Schuld war- und der Schmerz. Ihr Kopf fühlte sich immer schwerer an und die Tränen liefen längst über Loyals Wange, trotzdem verstand sie was der Junge ihr Sagte. Schrei? Für einen Augenblick hielt das kleine Mädchen inne. Sie war so überrascht von den Worten, dass sie in eine Schockstarre zu fallen drohte, doch da spürte sie erneut die Vögel näher kommen und Loyal schrie so laut wie sie nur irgendwie konnte.
Es war für das Mädchen nicht schwer all ihre Angst in ihre Stimme zu legen. An diesem Tag hatte sie genug Dinge erlebt.
Ächtend schrien nun auch die Vögel und erneut entfernten sie sich langsam von den Kindern.


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BeitragThema: Re: Pechvögel (Ethan & Loyal)   Do 17 Aug 2017 - 15:49

Ich bin mir nicht sicher, ob Loyal verstanden hat was ich gesagt habe, doch ihrer Haltung nach zu urteilen, läuft gerade einiges in ihrem Kopf ab. Plötzlich fängt sie dann auch an zu schreien und auch ich muss aufpassen, nicht nach meinen Ohren zu greifen um das Geräusch zu dämpfen, sondern halte sie weiterhin fest.
Die Vögel fallen langsam und werden zur Asche. Mittlerweile bin ich mir ziemlich sicher, dass ich mir das nicht einbilde, das ist einfach zu viel zum einbilden und zu absurd.
Es wird ruhiger und als der letze Vogel zur Asche geworden ist, atme ich vorsichtig durch und lasse Loyal los.
Der Schmerz in meinem Rücken macht sich nun noch mehr bemerkbar, doch ich blende ihn auch weiterhin aus, falls noch Gefahr besteht.
Ich schaue das Mädchen an, welches ängstlich da steht.
"Hey, es ist vorbei" sage ich leise und mit einer sehr ruhigen Stimme.


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BeitragThema: Re: Pechvögel (Ethan & Loyal)   Fr 18 Aug 2017 - 19:38

Loyal schrie so laut sie konnte. Ihre Kehle fing an zu brennen, aber gegen den Schmerz an ihrem Kopf kam dieser Schmerz nicht an. Das kleine Mädchen war sich sicher, dass nun jeder in der Stadt sie hören müsste. Sie schrie solange, bis der Junge sie plötzlich losließ. Keuchend verstummte sie und zuckte zusammen, bereit angegriffen zu werden, doch jetzt erst merkte sie, dass keine Vögel mehr da waren. Nichts als ein Haufen Staub war um die Kinder herum verteilt und selbst dieser wurde bereits vom Wind weggeweht. Mit offenen Mund blickte sich das Mädchen um, bis sie sich sicher war: Sie waren alleine. Naja auf jeden Fall für einen kurzen Moment, denn in dem Augenblick als der Junge sie losließ war das große Schultür aufgerissen wurden und drei Lehrer auf einmal kamen heraus gestürmt, durch die Schreie des Mädchens angelockt.
Der Junge sagte etwas und Loyal sah zu ihm. Vorbei... Sie zuckte erneut zusammen, doch dieses mal war es nicht die Angst, sondern der Schmerz der sie dazu brachte. Ihre Hand wanderte zu ihrem Ohr und fühlte etwas nasses. Loyal zitterte heftiger. Als sie die Hand zurück in ihr Sichtfeld nahm wurde ihr klar was an ihrem Ohr war. Blut.
Das Zittern wurde größer und der Schmerz rollte sie nun, da das Adrenalin verschwunden war. Die kleinen Beine gaben nach und sie fiel in sich zusammen.


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BeitragThema: Re: Pechvögel (Ethan & Loyal)   Sa 19 Aug 2017 - 15:16

Ich schaute die verängstigte Loyal an und doch weiß ich nicht recht, was ich sagen sollte. Denn ich würde gerne etwas sagen, doch auch ich bin immer noch überrumpelt und muss meine Gedanken sortieren.
Plötzlich allerdings, stürmen Lehrer raus. Gerade als ich sie wütend anschreien möchte, denn sie hätten schon eher da sein müssen, packt mich einer der Lehrer von hinten und schleift mich von Loyal weg. Ich versuche mich zu wehren, doch vergebens. "Rühr sie nicht an" flüstert er mir wütend in die Ohren. Ich schaue rüber zu dem Mädchen, welches ohne Vorwarnung umkippt.
Ich keuche auf. "Hilft ihr!" schreie ich nun, als ich meine Worte wieder gefunden habe. Geschockt von dem Moment wehre ich mich nicht mehr, sondern schaue nur zu wie die anderen beiden Lehrern sich um Loyal kümmern und einen Krankenwagen rufen.


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BeitragThema: Re: Pechvögel (Ethan & Loyal)   Sa 19 Aug 2017 - 17:12

Die Welt wurde nicht schwarz und auch die Schmerzen verschwanden nicht, stattdessen lag Loyal einfach zusammen gerollt auf dem Boden und schluchzte laut auf. Ihre wäre die Dunkelheit lieber gewesen.
Schritte wurden lauter und sie spürte sanfte Hände an ihrem Rücken. Miss Langfords Stimme ertönte, doch sie klang nicht wie noch vor ein paar Minuten. "Loyal... oh Gott ist das Blut." Die Lehrerin blickte auf und erkannte wie ihr Kollege den Jungen weg schleifte. "Thomas lass den Jungen los! Meine Güte das ist ein Schüler!" Loyal verstand nicht was um sie herum geschah und sie wollte es auch gar nicht verstehen. Sie wollte nur weg, ganz ganz ganz weit weg. Die Geräusche um sie herum wurden immer mehr zu einem Brei aus Geräuschen. Sie machte sich noch kleiner und schloss ihre Augen so fest sie konnte. Ein Alptraum, nur ein Alptraum...
"Was ist hier-" Mr. Sherbrooke war auf dem Schulhof angekommen und zu dem Chaos dazu gestoßen. Er blickte von dem Jungen, der eindeutig verletzt war, zu den Lehrern und dann seinem kleinen Mädchen, welches sich auf dem Boden krümmte. Die Autoschlüssel in seiner linken Hand fielen klirrend zu Boden und er eilte auf seine Tochter zu. "Loyal was-" Er sah das Blut und zuckte zusammen. Er wollte sie in den Arm nehmen, doch vor der Berührung zuckte das Mädchen zurück, die noch immer dachte ihre Lehrerin wäre es.
"Loyal.. oh Götter was ist passiert. Loyal hörst du mich? Alles wird gut. Gleich ist Hilfe da.", keuchte Mr. Sherbrooke und legte seine Hand vorsichtig auf den Rücken seiner Tochter. Er wünschte sich nichts sehnlicher, als dass er ihren Schmerz übernehmen könnte, denn das würde weniger wehtun, als seine Tochter so zu sehen.
Miss Langford war zur Seite gegangen und begutachtete nun Ethan. Sie sah seine Verletzungen und zog scharf die Luft ein. "Was ist hier passiert?", fragte sie sanft.


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BeitragThema: Re: Pechvögel (Ethan & Loyal)   Sa 19 Aug 2017 - 18:55

Alles kommt mir durcheinander vor, als wäre nichts wirklich passiert, als wäre alles unwirklich und hinter einem dichten Schleier. Doch dann merke ich, wie mich der Lehrer langsam los lässt, wodurch ich fast hinfalle da ich mich so an sich gezogen hatte. Noch gerade rechtzeitig komme ich auf die Füße und kann mich noch davor retten zu fallen. Wackelig stehe ich da und starre nur rüber zu Loyal, welche auf den Boden liegt.
Das Adrenalin in meinem Körper schleicht sich immer noch durch meinen Adern, doch langsam lässt es nach, wodurch sich die Schmerzen immer mehr bemerkbar machen. Und doch bin im im Stande sie zu ignorieren, denn so wie Loyal dort liegt, schluchzend, kann ich an nichts anderes mehr denken.
Plötzlich taucht ein Mann auf, der scheinbar ihr Vater ist, oder wenigstens ein Verwandter. Da höre ich auch die Sirenen, die sich langsam nähern. Wie weit weg sie sind weiß ich allerdings nicht, da ich oftmals die Sachen schon von meilenweit entfernt hören kann.
Erst jetzt wird alles um mich herum klarer. Die Geräusche und meine Sicht wird klarer und langsam kann ich mich wieder bewegen und bekomme mit, dass das alles Wirklichkeit ist.
Ich weiche zurück, als Miss Langford zu mir rüber kommt. Sie sieht mich ruhig an, doch ich schaue nur mit aufgerissenen Augen rüber zu Loyal und beachte die Frau dabei nicht weiter.
Als sie schließlich nahe bei mir steht und ich nicht weiter zurückweichen kann, muss ich aufschauen und schaue in ihren blauen, älteren Augen.
Mein Mund öffnet sich um etwas zu sagen, doch es kommt nichts raus, also schüttele ich nur den Kopf.
"Schon gut, aber gleich kommt der Krankenwagen und auch die Polizei, dann werdet ihr behandelt." sagt sie sanft. Ich schaue sie nicht mehr an, schaue wieder zu Loyal rüber und zu ihrem ängstlichen Vater, welcher versucht ihr die Situation gut zu reden, was ihm scheinbar nicht gelingt.
Anstatt weiter auf Miss Langford zu achten, gehe ich langsam rüber zu Loyal und ihren Vater und setze mich einen Meter entfernt auf den Boden und starre das Mädchen weiter an.
So lange, bis die Sirenen lauter werden und die ersten Wagen zu Stehen kommen und vier Sanitäter zu uns rüber rennen.


(ich mag deinen Streibstil total!)


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BeitragThema: Re: Pechvögel (Ethan & Loyal)   Sa 19 Aug 2017 - 19:40

"Alles wird gut. Alles wird gut. Alles wird gut." Durch all den Lärm erkannte das kleine Mädchen schließlich eine Stimme, dir ihr nicht vertrauter hätte sein können, auch wenn sie nun schwammig und gedämpft klang. Vorsichtig hob sie ihren Blick und starrte in zwei besorgte Augen. Sie wollte etwas sagen, doch aus ihren Mund kamen nur noch Schluchzer. Mr. Sherbrooke umschloss seine Tochter langsam und presste sie an sich. "Alles gut. Alles gut. Ich bin hier. Alles gut.", flüsterte er.
Weder er noch seine Tochter sahen auf um den Jungen zu sehen, der starr auf dem Boden saß und das Schauspiel beobachtete. Nur Miss Langford warf ihm besorgte Blicke zu, wagte es aber nicht zu ihm rüber zu gehen.
Als die Sanitär kamen atmete sie erleichtert auf und ging vorsichtig zu dem Vater des verletzen Mädchens. "Die Ärzte sind da. Sie müssen zur Seite gehen.", sagte sie sanft und zog leicht an seiner Schulter. Mr. Sherbrooke wollte seine Tochter nicht los lassen, er wollte sie nie wieder loslassen, doch er wusste dass sie Hilfe brauchte und seine Gefühle in Anlogen. Es würde nicht besser werden wenn er sie weiterhin umklammern würde. Vorsichtig löste er sich von seiner Tochter und blickte zu den Sanitätern.
"Was ist passiert?", fragte der erste der ankam. Miss Langford versuchte so gut es ging zu beschreiben was passiert war. Sie und ihre Kollegen hatten ein Schrei gehört und waren hier angekommen. Loyal wäre zusammen gebrochen und Ethan hatte ebenfalls Verletzungen.
Während zwei der Sanitär zu dem kleinen Mädchen gingen und erfolglos versuchten mit ihr zu sprechen, gingen auch zwei zu dem Jungen, der auf dem Boden hockte.
"Dürfen wir deine Wunden ansehen?", fragten sie sanft und knieten sich zu dem Jungen. Neben ihnen in den Staub des Schulhofes landete ein roter Koffer.
Loyal wurde unterdessen auf eine Trage gehoben. "Wir müssen die Wunde säubern und dann nähen.", erklärte die Sanitäterin. "Sind sie der Vater?" Mr. Sherbrooke nickte, sein Blick war jedoch abwesend.


(Smile Danke ^^ Deiner ist auch Super. Macht viel Spaß zu playen.)


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BeitragThema: Re: Pechvögel (Ethan & Loyal)   Sa 19 Aug 2017 - 21:41

Ich schaue die ganze Zeit das Mädchen an, die mir nun fremd erscheint. Ihre Augen strahlen nicht mehr das aus, was sie vorher ausstrahlten. Sofern ich ihre Augen erblicken kann, zumindest. Ihr Schatten hat sich verdunkelt und das sehe ich auch, obwohl es mittlerweile schon so dunkel draußen ist. Ihr Vater hat ebenfalls etwas verloren, das erkenne ich sofort, auch wenn ich nur Loyal ansehe. Wo sie wohl ihren Namen her hat?
Plötzlich spüre ich, wie sich zwei Sanitäter zu mir setzen. Leicht weiche ich zurück, sofern es möglich ist da ich sitze. Ich schüttele den Kopf. Sie sollen mich in Ruhe lassen, ich lebe immerhin noch.
"Sie wird wieder" sagt einer der Sanitäter, als er bemerkt, dass ich Loyal ansehe ohne auch nur zu zwinkern. Trotzdem kann ich es nicht glauben, was passiert ist und auch als ich mir in den Arm kneife und es spüre, verändert sich nichts an diese Tatsache. Die Tatsache, dass alles echt ist und doch so unreal.
Eine Hand legt sich an mein Shirt, welches sanft hochgezogen wird. Zum Anfang wehre ich mich, doch als der andere Sanitäter meine Hände vorsichtig nimmt, damit ich mich nicht wehren kann und ich plötzlich etwas kühles, beruhigendes auf meinen Rücken spüre, atme ich auf. Es tut gut und auch wenn die Schmerzen immer noch da sind, beruhigt es ein wenig.
Die Sanitäter sprechen untereinander, doch ich höre nicht zu. Ich sehe nur, wie Loyal in den Krankenwagen gebracht wird. Einer der Sanitäter ist schon mit Loyal drinne, der andere redet noch mit ihrem Vater.
"Sie können gerne mit fahren" sagt dieser und bewilligt dem Herrn einen Platz bei Loyal hinten im Krankenwagen. Nach ein paar Sekunden fährt der Wagen auch schon ab.
Als der Wagen nicht mehr zu sehen ist, kann ich mich von ihn abwenden und bemerke erst jetzt, dass ich mit den Sanitätern auf den Weg zum anderen Wagen bin. Dabei habe ich gar nicht gemerkt, dass ich aufgestanden bin.
Schließlich fahren auch wir los. Fragen um Fragen werden gestellt, doch ich antworte nicht. Ich liege nur da, starre an die grelle Lampe über mich und höre nur Loyals Schrei in meinen Gedanken.

(ahw danke! das freut mich! Mir macht es auch Spaß Smile )


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BeitragThema: Re: Pechvögel (Ethan & Loyal)   So 20 Aug 2017 - 13:34

Die Sanitär brachten Loyal zum Wagen und mit einem Ruck wurde die Liege ins innere verfrachtet. Loyal war noch nie zuvor in einem Krankenwagen gewesen, doch es war anders als sie es sich vorgestellt hatte. Die Ärzte waren hektisch und das Licht zu hell. Ihr Vater kauerte auf dem Sitz und wagte es nicht zu stören, doch sein Blick ließ Loyals Herz schneller schlagen. Es tat auch ihr weh ihren Vater so zu sehen. Jemand berührte sie am Kopf und dann an der Hand. Etwas stach sie dort und sie zuckte zusammen. Eine Nadel hing nun an dem Rücken ihrer Hand und war mit einem Schlauch verbunden, der wieder rum... Loyals Augen fielen zu bevor sie noch weiter drüber nachdenken konnten. Das letzte was sie wahrnahm, war dass der Krankenwagen die Sirenen anschaltete.

Als Loyal am nächsten Tag erwachte übergab sie sich sofort und auch wenn ihr Magen danach leer war, blieb die Übelkeit. Auch der Schmerz war nicht verschwunden, er war nur gedämpft, genau wie die Geräusche um sie herum. Nachdem ein Arzt merkte, dass sie wach war kam immer mehr Leuten in Kitteln und fragten sie viele Fragen, doch sie war zu müde um zu antworten und so ließ man sie schnell in ruhe.
Die nächsten Wochen verschwammen zu einem Brei aus Geräuschen, Gesprächen und schlechten Nachrichten. Man erzählte dem kleinen Mädchen, das ihr linkes Ohr stark verletzt wurden war, so verletzt, dass man es nicht hatte retten können. Man redete lange mit ihr, doch niemand bemerkte die Tränen, die sie nachts in ihr Kissen weinte, nur ihr Vater sah diese und es brach ihm das Herz sein kleinen Engel so zu sehen. Er beteten zu Göttern, betete zu Apollo, den Herren der Künste und Gesundheit, dass er seiner Tochter helfen sollte, dass sie einmal die beste Musikerin der Welt werden würde, doch keiner im Olymp schenkte dem weinenden Vater Beachtung. Irgendwann trockneten die Tränen und die Wunden, die heilen konnten heilten.
Vater und Tochter verließen das Krankenhaus und Stadt. Die Rechnungen waren hoch gewesen und Mr. Sherbrooke war gezwungen einen Job weit weg von dem ruhigen Ort anzunehmen.
New York, ein neues Kapitel, wie er seiner Tochter erzählte.
Aber es war kein gutes Kapitel. Keiner der beiden mochte die laute Stadt, die Nacht war nicht dunkel und die Tage bloß laut. Dreck hing an Häusern und in der Luft. Aber sie hatten sich.
Vater und Tochter.
Manchmal reicht das.


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